Am Eugen-Jaekle-Platz steht ein Container „kostenloser Covid-Test für Impfunfähige“, in der Schlange stehen viele junge und gesund aussehende Menschen zum unsinnigen Test, den die Gesellschaft bezahlt. Es ist längst bewiesen, dass die Impfung vor schwerem Verlauf schützt, auf den Intensivstationen beatmet liegen fast nur Nicht-Geimpfte, die bewusst in Kauf nehmen, einem möglicherweise dringlich zu operierenden Tumorpatienten den Platz wegnehmen. Dies ist die Wahrheit, ganz ungeschminkt.

Lasst die Betten für die Kranken

Deshalb sagte sinngemäß der Tübinger OB Boris Palmer, das könnt ihr machen, aber bleibt zuhause, geht nicht in die Klinik, lasst die Betten für die Kranken.

Impfkritiker, so will ich sie mild nennen, haben für sich selbst, ihre Familien und ihr Umfeld Verantwortung, die sie ja für den eigenen Körper reklamieren. Das geht so auch in Ordnung für die übrige Gesellschaft, für die Einsichtigen und Geimpften, aber bitte mit aller Konsequenz: Zuhause bleiben, Brustwickel machen, Geduld üben – es wird ja wieder, ist nichts Schlimmes. Einfach durchstehen mit Geduld und Ingwer, keine Tests, die von der Gesellschaft bezahlt werden wie im Übrigen auch alle konsekutiven Kosten in Milliardenhöhe, keine Lohnfortzahlung, keine Post-Covid-Reha, denn es ist ja keine Krankheit.

Kein Verständnis

Für dieses Verhalten habe ich als langgedienter Hausarzt, der sich an bewiesenen, anerkannten Kritierien orientiert hat, kein Verständnis, gegen eine klar definierte Impfung nach Risikoabwägung, spricht wirklich nichts.

Mehrheit wird an der Nase herumgeführt

Die Mehrheit der Gesellschaft lässt sich von einer hartnäckigen Minderheit der ‚Bekloppten‘ – so in Schüler- oder Studentenjargon, an der Nase herumführen. Es wird Zeit, hier die rote Karte zu zeigen, zum Wohle aller Bürger. Mit allen Konsequenzen – ethisch und wirtschaftlich.

Dr. med. Ernst-Peter Vallerius, Heidenheim