Heidenheim / hz Leserbrief zum Artikel „Die Jusos begrüßen Rot-Rot“, HZ vom 9. Juli)

Aus Anlass der im Heidenheimer Gemeinderat gebildeten Fraktion zwischen der SPD und der Linken feiern die Jusos Rot-Rot. Durch zwei Meinungen sei es möglich, mehr Meinungen abzubilden und man könne auf einen größeren Erfahrungsschatz zurückgreifen. Ja, die Kommunisten können auf reichhaltige Erfahrungen zurückgreifen. Wladimir Iljitsch Lenin und Josef Stalin haben für ihre Wahnvorstellungen von kommunistischer Weltrevolution und vom roten Terror aber Millionen Menschen grausamst vom Leben zum Tode befördern lassen. Unter der Zwangsvereinigung SED gab’s dafür die Stasi, die quantitativ zwar deutlich hinterherlief, aber ansonsten so ziemlich auch für alles an denkbarem Unrecht hauptverantwortlich war.

Viele Tausende Sozialdemokraten wurden nach 1945 vom realsozialistischen DDR-SED-Regime in russische Arbeitslager wegdenunziert oder in der DDR gefangen gehalten, misshandelt und mannigfaltig benachteiligt.

Die Jusos haben möglicherweise nicht ganz den historischen Bildungshorizont geschweige denn persönliche Erfahrung mit regierenden Kommunisten, ein kritischer Blick in die heutigen Verhältnisse beispielsweise in Nordkorea oder Venezuela müsste zur Abschreckung eigentlich reichen. Es mag sein, dass sich derzeit nicht jeder Kommunist zum Pol Pot entwickeln möchte; die Geschichte aber zeigt überdeutlich, wohin totalitäre Ideologien letztendlich führen.

Die SPD überlebt mittel- und langfristig keine kommunistische Partnerschaft oder Infiltrierung. In keinem Fall macht man mit Intoleranten und Antidemokraten, eben Stalinisten und politisch nahestehenden Gesinnungsgenossen gemeinsame Sache, weder lokal in Heidenheim noch überregional!

Roland Mayer, Niederstotzingen