Zur Rentabilität von PV-Anlagen:

Warum sind auf Flachdächern von Logistikhallen keine Solaranlagen installiert? Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Weil sich solch eine Anlage nicht rechnet.

Dass sich eine PV-Anlage nicht rechnet, darf ich an meinem Beispiel aufzeigen. Ich habe in der Heidenheimer Innenstadt gebaut und habe auf meinem Flachdach eine PV-Anlage installiert. Nun bin ich gezwungen, den erzeugten Strom in das Stromnetz der Stadtwerke Heidenheim einzuspeisen. Da ich in diesem Gebäude nicht selbst wohne, müssen meine Mieter ihren Strom für teueres Geld (25 bis 30 Cent) bei dem Stromversorger kaufen. Ich persönlich muss ebenfalls den Stromverbrauch für die öffentlichen Räume in diesem Gebäude (Hausflur, Keller, Außenbeleuchtung usw.) bei den Stadtwerken für teueres Geld kaufen. (mtl. 203,00 Euro + 21,00 Euro + 178,00 Euro).

Noch keine Abrechnung von den Stadtwerken

Die PV-Anlage produziert nun schon mindestens 15 Monate Strom. Ich habe bis heute von den Stadtwerken noch keine Vergütung bekommen, musste aber schon mindestens 6000 Euro für Strom an die Stadtwerke bezahlen.

Die PV-Anlage war für mich eine Investition von 15.000 bis 20.000 Euro. Gebracht hat mir die Anlage bis heute – Null. Ich kann mich nur auf die Schulter klopfen und mir einreden, etwas für die Umwelt getan zu haben. Kann ich mit ruhigem Gewissen anderen empfehlen, den gleichen Schwachsinn zu tun wie ich?

Josef-Magnus Reinhard, Heidenheim