Heidenheim / hz Leserbrief zur Meldung „8,8 Millionen Hektar Wald pro Jahr weg“

8,8 Millionen Hektar, wie viele Fußballfelder wären das? Heutzutage wird ja gern zu einem solchen Vergleich gegriffen, um zum besseren Verständnis beizutragen. Egal, was bei der Berechnung herauskommt, falsch ist die Behauptung, dass diese Hektar Wald „verloren gehen“. Ja, es geht immer wieder Wald verloren, durch Stürme, durch Dürre, durch den Borkenkäfer.

Und indirekt sind wir Menschen durch unser Verhalten und unseren Konsum daran schuld. Direkt machen wir uns schuldig, wenn 80 Prozent der 8,8 Millionen Hektar Wald für die Landwirtschaft gefällt werden.

Das ist besonders schlimm, wenn wir bedenken, wie viel der produzierten Nahrungsmittel auf dem Müll landen.

Wenn die Behauptungen der Vereinten Nationen stimmen, ist es fraglich, ob künftige Generationen noch die Möglichkeit haben werden, durch gesunden Wald zu wandern.

Gisela Paschen, Heidenheim