Warum ist die Impfquote in unserem Landkreis so niedrig? Ein möglicher Grund ist das schlechte Angebot an Möglichkeiten.

Ich wollte mir am 25. Oktober bei meinem Hausarzt einen Impftermin für eine Boosterimpfung geben lassen, da meine sechs Monate nach der letzten Impfung abgelaufen waren. Ergebnis: 6,5 Wochen Wartezeit, d. h. Impfung erst am 8.Dezember.

Über die Webseite „Dranbleiben.bw“ habe ich am gleichen Tag gesehen, daß es in Aalen am Folgetag einen Termin an der Ostalbklinik ohne Anmeldung gibt.

Bin am nächsten Tag dorthin gefahren und hatte eine halbe Stunde später meine Impfung. In Heidenheim gibt es immer noch keine mobilen Termine.

Nächster Fall: meine Frau (67 Jahre) wollte sich am 9. November auch bei ihrer Hausärztin einen Termin geben lassen für Ende Januar, da dann bei ihr die 6-Monatsfrist abgelaufen ist. Aussage der Sprechstundenhilfe: Wir machen noch keine Termine. Wir müssen erst noch die älteren Patienten anschreiben.

Ich befürchte, das sind keine Einzelfälle. Wenn man solche Hürden aufbaut, muss man sich nicht über mangelnde Impfbereitschaft beschweren. Gerade die Hausärzte hatten sich über die Einrichtung der Impfzentren beklagt. Sie könnten das doch viel besser. Jetzt könnten sie es beweisen, aber nicht so wie oben beschrieben.

Ich hoffe, die jetzt für den Landkreis Heidenheim geplanten Maßnahmen werden schnellstens umgesetzt und tragen zu einer höheren Impfquote bei.

Hans-Otto Bute, Heidenheim