Heidenheim / hz Zu den Veranstaltungen „Black Friday“ und Fridays for Future (“Forderung nach weniger Konsum“, HZ vom 30. November)

„Das ist ein echtes Kontrastprogramm“, ging es mir durch den Kopf. Eine weltweite Demo für den Klimaschutz am Vorabend der UN-Klimakonferenz in Madrid. Und das am „Black Friday“, wenn Hinz und Kunz auf Schnäppchenjagd geht. Das EU-Parlament hat jetzt den Klimanotstand ausgerufen. Im September 2015 wurden von allen 193 Mitgliedstaaten 17 Nachhaltigkeitsziele einstimmig beschlossen. Im zwölften Ziel wird „verantwortungsvolles Konsumieren und Produzieren“ gefordert. Gerade jetzt vor Weihnachten, wenn manch einer schon fast verzweifelt nach geeigneten Geschenken für seine Lieben sucht, sollten wir daran denken.

Und wie viel Kontrast gibt es wirklich zwischen „Black Friday“ und Fridays for Future? Der „Schwarze Freitag“ erinnert uns an die Weltwirtschaftskrise und den Börsencrash 1929. Und wenn wir Bewohner der industrialisierten und sogenannten zivilisierten Welt weiter so konsumieren, wird aus der Klimakrise, die wir jetzt schon haben, ein Klimacrash.

Gisela Paschen, Heidenheim

Beim vierten weltweiten Klimastreik in diesem Jahr beteiligten sich auch Heidenheimer. Rund 200 Demonstranten gingen auf die Straße.