Heidenheim / hz Leserbrief zur Einweihung der Skulptur eines Minenopfers vor dem Rommel-Denkmal (“Schatten auf dem Rommel-Denkmal“, Ausgabe vom 25. Juli)

Es wird Rommel vorgeworfen in Libyen, Tunesien und Ägypten veranlasst zu haben, große Mengen Minen im Sand zu vergraben, wo bis heute noch Zivilisten sterben oder schwer verletzt und verstümmelt werden. Es wurden in Ägypten auch später noch Minen vergraben, die bis heute Opfer forden, und zwar im israelisch-ägyptischen Krieg.

Jedem sollte der Begriff "Kampfmittelbeseitigung" etwas sagen, in Deutschland hört man den Begriff oft in Zusammenhang mit der Entschärfung oder Sprengung von Munition. Bei der Bundeswehr gibt es etwas ähnliches: die Kampfmittelabwehr, die meist den Pioniereinheiten überstellt ist.

Kürzlich habe ich das Militärhistorische Museum in Dresden besucht und im Ausstellungspark für Fahrzeuge einen Minenräumpanzer entdeckt. Da kam mir der Gedanke, warum diese praktisch ungenutzen Fahrzeuge nicht für humanitäre Einsätze in ehemaligen Kriegsgebieten eingesetzt werden.

Räumfahrzeuge für Minen gibt es in der Bundeswehr, praktisch genutzt wurden und werden sie aber wohl nicht. Warum "übt" man denn nicht praxisbezogen in einem Minenfeld in Ägypten? Für diese Tätigkeiten würden sich sicherlich auch ehemalige Spezialisten (Reservisten) der Bundeswehr finden.

Ich werde versuchen, mit Hilfe geeigneter Bundestagsabgeordneten beim Verteidigungsministerium Gehör zu finden. Aber vielleicht schlummert ja bereits ein Projekt im Bundesministerium für Verteidigung – Generalfeldmarschall Rommel hatte dafür keine Möglichkeit mehr.

Richard Bramowski, Haslach