Was hat Schwäbisch Gmünd, was hat Aalen, was Heidenheim nicht hat?

Schwäbisch Gmünd hat immer noch eine städtische gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft, die VGW (Vereinigte Gmünder Wohnungsbaugesellschaft mbH). Ein Schwerpunkt ist das Planen, Erstellen und Vermieten von Mietwohnungen für breite Schichten der Bevölkerung.

Vorzeige-Wohnquartier in Aalen

Aalen hat das Vorzeige-Wohnquartier Tannenwäldle mit Modellcharakter für 700 Bewohner, dessen Baubeginn unmittelbar bevorsteht. Das Projekt entstand unter dem Aspekt Klimaschutz, umweltfreundliche Mobilität und Ökologie und gilt als Blaupause für zukünftige Baugebiete der Stadt. 25 Prozent des Wohnraums (in den Mehrfamilienhäusern) sind für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen.

GBH ist Vergangenheit

Heidenheim hatte einmal die GBH, die heute Grundstücks- und Baugesellschaft AG Heidenheim heißt und eine Aktiengesellschaft ist. Seit 2017 gibt es die Baugesellschaft Heidenheim GmbH, die den Stadtwerken Heidenheim gehört. Von ehrgeizigen Zielen in Sachen Umwelt und Sozialem Wohnungsbau konnte ich auf deren Website nichts finden. Die Stadt hat die soziale Verantwortung zur Gestaltung ihrer Wohnungslandschaft und alle ihre Sozialwohnungen aus der Hand gegeben.

Eine Selbstverständlichkeit

Die Essinger Wohnbau bietet auf dem Schlossberg zehn Prozent in den Mehrfamilienhäusern sozial geförderten Wohnraum an. Wie Redakteur Uitz lobt, sei das keine Selbstverständlichkeit. Doch, ist es. Das ist nämlich gesetzlich bestimmt, dass 10 bis 25 Prozent eines Bauvorhabens sozial gefördert sein müssen. Verdient das Lob, dass die Essinger Wohnbau sich am unteren Limit orientiert?

Investor kann diktieren

In Heidenheim kann der Investor diktieren wie groß, wie ökologisch, wie klimagerecht, wie sozial verträglich, wie weitblickend auf dem Schlossberg gebaut wird. Oder nicht?

Klimapakt unterschrieben

Ein Stück Waldfläche muss noch umgewidmet werden, damit die Bäume fallen und Häuser gebaut werden dürfen. Kann mit einem Nein zur Umwidmung das Rad gestoppt und in eine andere Richtung gelenkt werden? Schließlich haben Stadt- und Landkreis den Klimapakt Baden-Württemberg und die Agenda 2030 unterschrieben. Sie haben sich damit verpflichtet, die Stadt und den Kreis klimagerecht, weitblickend, nachhaltig, sozial verträglich weiterzuentwickeln. Das sind sie auch in der Tat den Bürgern Heidenheims schuldig. Ein Weiter so ist nicht mehr vertretbar - und das betrifft auch die weiteren Veränderungen, die auf dem Schlossberg noch geplant sind.

Charlotte Jablonka, Heidenheim