Heidenheim / hz Leserbrief zur geplanten Übernahme von Therapeuten des Klinikums durch eine private Firma („Warum das Krankenhaus eine Einheit sein sollte“, HZ vom 21. Januar)

In der Naturmedizin gilt Lavendel als Heilmittel gegen Angst, Unruhezustände und als beruhigendes Mittel. Bei mir bewirkt der gleichnamige Geschäftsführer der Klinik eher genau diese Symptome, wenn ich lesen muss, dass ernsthaft überlegt wird, einen Teil der Mitarbeiter outzusourcen, die während des stationären Aufenthalts die Patienten therapieren. Ich kann diese Gedankenspiele nicht mehr nachvollziehen.

Schon die Gründung der Servicegesellschaft war meiner Meinung nach ein falsches Signal. Ich frage mich, was verspricht sich Herr Lavendel davon, das Klinikum aufzuteilen und die Mitarbeiterschaft zu spalten? Was kommt nach der Servicegesellschaft und der eventuellen Ausgründung der Therapeuten als Nächstes? Bereiche wie EDV, Werkstatt oder Verwaltung stehen dann doch bestimmt auch auf seiner Liste der Entbehrlichen.

Meinen Recherchen zufolge ist eben dieser potentielle Anbieter auch an der ehemaligen Klinik von Herrn Lavendel angesiedelt. Alles nur Zufall, denke ich.

Hier würde ich mir eine klare Aussage der Verantwortungsträger, Landrat und Aufsichtsrat, wünschen.

Wir dürfen als Patienten der Kliniken vertrauensvolle und gute Arbeit von allen Mitarbeitern erwarten, doch für diese verantwortungsvolle Aufgabe sollten die Mitarbeiter keine Ängste um ihren Arbeitsplatz haben müssen. Ist das überparteiliche Bekenntnis zur öffentlichen Trägerschaft nicht vollumfänglich zu sehen?

Jan Köppen, Schramberg