Schenkt man der fetten Randspalte der HZ Glauben, bläst sich der SPD Lokalmatador und Landesvorsitzende Andreas Stoch auf, als ob seine Partei, die er vertritt, nicht 11, sondern 51 Prozent Wahlstimmen gewonnen hat.

Was bildet sich jemand eigentlich ein, den zweiten Wahlsieger, sprich CDU, in die Opposition schicken zu wollen, selbst aber im Lande nur knapp über ein Zehntel der Bevölkerung hinter sich zu haben. Nein, Herr Stoch, das war kein Glanzstück in Ihrer Karriereleiter.

Ein hungriger Machtpolitiker

Deutlich kam zum Ausdruck, ein hungriger Machtpolitiker zu sein, dem wohl aber seine Grenzen nun aufgezeigt wurden. Die Behauptung, die Menschen wollten was anderes als eine neuerliche grün-schwarze Konstellation unter dem allseits beliebten Ministerpräsidenten Kretschmann, entbehrt doch jeglicher Grundlage. Seien wir doch alle ehrlich, ohne diesen Ministerpräsidenten, den viele nicht wegen den Grünen gewählt haben, sondern aus persönlicher Wertschätzung, sähe wohl das Wahlergebnis anders aus und Herrn Stoch würden die Augen überlaufen und er neidvoll auf seine jetzigen, verschmähten Gegner schauen.

Hetz- und Hasstirade

Persönlich und als Parteiloser war für mich der Mann, Familienmensch und Politiker Stoch in der Vergangenheit ein fairer „Sportsmann“, aber durch die Hetz- und Hasstirade hat er sich und bestimmt vielen seiner Anhänger keinen Gefallen getan. Ein seriöser Verlierer sieht anders aus.

Werner Berger, Königsbronn