Heidenheim / HZ Zur Streichung des Opernfestspiel-Films.

Zur Streichung des Opernfestspiel-Films („Die Stadt setzt den Rotstift an“, HZ vom 28. November)

Man reibt sich doch verwundert die Augen: Die nicht ausreichende Attraktivität der Innenstadt Heidenheims ist immer wieder Thema. Nun hat der Heidenheimer Gemeinderat die Mittel für das Public Viewing der Opernfestspiele in der Innenstadt gestrichen.

Sparmaßnahmen sind in Zeiten knapper Kassen unumgänglich. Ob es klug ist, eine Veranstaltung zu streichen, die Heidenheims viel gescholtene Innenstadt interessant macht und für die bereits 16 000 Euro (Kosten für die Aufnahmen) ausgegeben wurden, muss schon sehr in Frage gestellt werden. Hier verpasst man doch die Gelegenheit, die Heidenheimer Opernfestspiele für Bürger erlebbar zu machen, die sich bislang für die Oper nicht interessiert haben.

Die Heidenheimer Opernfestspiele sind auf Grund ihrer Qualität inzwischen weit über die Region bekannt. Sie sind für das Image der Stadt sehr wichtig. Heute finanzieren sich die Festspiele zumindest überwiegend durch Eintrittsgelder und das Engagement von Wirtschaft und privaten Förderern. Die Wirtschaft hat ihr Sponsoring seit 2009 mehr als verfünffacht und dokumentiert damit ihr vitales Interesse an der Förderung der Attraktivität von Stadt und Region.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Public Viewing einem faulen politischen Kompromiss zum Opfer gefallen ist – jammerschade!

Andreas Imdahl, Heidenheim