Am 14. März konnte ich, wegen eines plötzlichen Infekts, meinen ersten Corona-Impftermin nicht wahrnehmen. Der Impfstoff wurde weiter gegeben.

Am 17. März versuchte ich, die mir zustehende, weil vereinbart, Impfdosis nachträglich zu erhalten in der Annahme, dass ich nicht die Einzige bin deren Impfstoff frei wird.

Ein Herr K. von der Verwaltung des Impfzentrums erklärte mir, dass ein Ausfallen von Impfterminen kaum vorkäme. Ich halte das, schlichtweg, gelinde gesagt, für sehr, sehr unwahrscheinlich.

Beim zweiten Versuch am nächsten Tag, der immer noch zeitlich richtig in Bezug zu meinem zweiten Impftermin am 09. April stand, wurde ich mit dem Hinweis, es würden andere vor mir auf der Warteliste stehen, wieder zurückgewiesen, also es gibt Leute, die ihren Termin nicht wahrnehmen können! Ich wüsste auch nicht, was ich auf eine Warteliste sollte, wenn ich doch schon einen Termin hatte.

Ich frage mich: ist das mangelnde Flexibiltät oder Vetterleswirtschaft? Frau Merkel fordert mehr Flexibilität ein. Es werden jetzt schon unter 80-jährige in HDH geimpft und ich, über 80-jährige, habe nun wieder sechs oder mehr Wochen auf meine Immunisierung zu warten!

Ich werde sehr an „Das Schloss“ von Kafka erinnert. So springt man nicht mit alten Leuten um!

Irene Neumeister, Heidenheim