Heidenheim / HZ Leserbrief zu einem Besuch im Heidenheimer Brenzpark

Einstimmiges Fazit nach zwei Stunden Bummeln im Regen durch den Brenzpark, bei dem wir viele Fotos von Stimmungen, Pflanzen, Blumen, stehendem und quirligem Wasser, Arrangements und Gebäuden digital mit nach Hause nahmen: Wir müssen bald wiederkommen, weil es noch immer so viele Ecken, Wegle und den Kirchengarten gibt, was bestaunt werden kann. Und wir wollen die Spielelandschaft erleben, wenn sich Kinder im Sand und am Wasser tummeln, derweil die Erwachsenen im Schatten der Bäume das Geschehen im Auge behalten.

Erinnerungen an die Landesgartenschau 2006, bei der wir als „Wandelnde Blumen“ der „Freunde“-Szenen-AG und bei Speakers Corner als Redner den Park als Kulisse und die vielen Besucher als Zuschauer erlebten, wurden wieder wach. Ein prächtiger Eyecatcher, der Rosenteppich beim „Lieblingsplatz“ – ausgerichtet zum Schloss Hellenstein – besticht auch im Sommer 2020 in voller Schönheit mit knallroten Blüten.

Der Grieche Thukydides, 455–396 vor Chr., der angeblich den Aphorismus „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ für die Nachwelt hinterließ, hätte überfließenden Beweis für seine Erkenntnis bekommen. Sicher wäre er wie wir vor Begeisterung in Sommerlaune gekommen.

Der Regen überließ uns den Park die meiste Zeit alleine, die Kamera kam nicht zur Ruhe und wir konnten nicht aufhören, dankbar an die fleißigen Menschen zu denken, die uns ganz nah beim Stadtzentrum diese gepflegte und doch auch urwüchsige Oase bereitet haben.

Inge Grein-Feil und Siggi Feil, Dischingen