Liebe Demonstranten, ich habe Euch gesehen, Wilhelmstraße, Kreuzung Bergstraße. Es ist voll in Ordnung gegen Ungerechtigkeit vorzugehen, auch Euer Elend in die Welt hinaus zu posaunen, wenn die Regeln gewahrt werden.

Es ist nicht in Ordnung, keine Maske zu tragen und keinen Abstand zu halten. Kaum ein Meter Abstand zum Vordermann ist nicht okay. Sich im Pulk mal Luft zu machen, von dem Frust, den die Pandemie auslöst, kann ich verstehen. Das Wie, und wie Ihr dies den mitlaufenden Kindern vorgelebt habt, verstehe ich nicht. Denkt Ihr daran, welcher Gefahr Ihr Euch aussetzt?

Schriftlich Verzicht erklären

Für mich bedeutet das, dass Ihr durch Eure Ignoranz, Menschen die sich an die Auflagen halten, womöglich Platz auf der Intensivstation wegnehmt, weil Ihr Euch dem Risiko mutwillig ausgesetzt habt. Ich fände es gut, wenn alle Teilnehmer solcher Demos vorher unterschreiben würden, dass sie auf einem Platz im Krankenhaus oder der Intensivstation im Falle einer Ansteckung verzichten würden.

Man muss doch den Ärzten/ innen und Pfleger/ innen nicht durch Unbesonnenheit noch mehr Arbeit aufbürden. Ich würde die Pandemie gerne überleben und wäre im Ernstfall froh, ein Intensivbett und die notwendige Pflege zu erhalten.

Margarethe Boog, Heidenheim