Selten ist, was klimafreundliche Mobilität angeht, ein Politikerstatement von so wenig Sachkenntnis getrübt, wie es FDP-Spitzenkandidat Rülke in der Südwestumschau von sich gibt. Den batterieelektrischen Antrieb als nur scheinbar klimafreundlich zu bezeichnen, widerspricht allen Erkenntnissen und Untersuchungenen, z.B. des Umweltbundesamtes.

Und wenn dann noch mit synthetischen Kraftstoffen gespeiste Verbrennungsmotoren als Mittel zur Erreichung der Klimaziele angepriesen werden, wird es vollends aberwitzig.

Synthetische Kraftstoffe sind nur dann klimaneutral, wenn sie mittels erneuerbaren Energien erzeugt werden. Um einen PKW damit anzutreiben, ist aber von der Herstellung bis zur Verbrennung eine bis zu siebenfache Menge an erneuerbarem Strom nötig, als wenn der erzeugte Strom direkt in Batterien gespeichert und als Antriebsenergie genutzt wird.

Das sind einfach physikalische Gesetzmäßigkeiten, die dem studierten Germanisten aber anscheinend fremd sind. Will Herr Rülke sieben mal soviele Windräder aufstellen lassen für diese Art klimaneutraler Mobilität? So kann man nur hoffen, dass Herr Rülke sein „wesentliches Ziel mitzuregieren“ nicht erreicht und wir von diesem energiepolitischen Unfug verschont bleiben.

Wolfgang Eber, Heidenheim