Seit 63 Jahren wohne ich hier in meinem Haus im Westen der Stadt nahe dem DRK-Altenzentrum und der Feuerwache. Geschossen wurde mal mehr, mal weniger. An diesem Silvester – ich bin 88 Jahre alt – befand ich mich 15 Minuten unter Dauerbeschuss ohne Pause, wie im Krieg.

Fenster und Rollläden bebten, ich flüchtete in den hintersten Raum meiner Wohnung, beißender Rauch und Gestank waren die weitere Folge.

Die Stadt Heidenheim ist jetzt gefordert, rechtzeitig etwas zu unternehmen, denn das nächste Silvester kommt bestimmt. Ein Böllerverbot? Als Zwischenlösung könnte man außerhalb der Stadt einen „Böllerplatz“ anbieten, zum Beispiel den Festplatz in den Seewiesen. Was muss passieren, dass diese Menschen begreifen, so kann es nicht weitergehen?
Doris Baum, Heidenheim