Heidenheim / Brigitte Malisi Im Alltag von Grundschülern sind Medien längst selbstverständlich, mit dem neuen Bildungsplan kommt das Thema nun auch in den Unterricht. Das Kreismedienzentrum bietet Lehrern dafür umfangreiche Unterstützung und Fortbildungen an.

Zur Auftaktveranstaltung für Schulleiter von Grundschulen kam auch Kultusminister Andreas Stoch ins Kreismedienzentrum und warb dafür, Schülern die Kompetenzen im Umgang mit Medien zu vermitteln. Die Nutzung digitaler Medien sei heute ein selbstverständlicher Teil des Lebens, dem man sich nicht entziehen könne, so der Politiker. Es gebe wohl kaum einen Beruf mehr, in dem man ohne entsprechende Kompetenzen eine Chance habe. Dieser Trend werde sich in Zukunft weiter fortsetzen.

Medienbildung sei deshalb als Bildungsauftrag der Schule zu sehen. Im neuen Bildungsplan finde das Thema deshalb entsprechende Berücksichtigung und zwar in ganz verschiedenen Fächern und von der ersten Klasse bis zum Schulabschluss. Die Kompetenz der Schüler solle dann im Laufe der Jahre im Sinne einer Spirale wachsen.

Kinder hätten schon immer früh ungehinderten und ungeschützten Zugang zum Internet. „Darauf müssen wir reagieren“, forderte der Kultusminister. Es gehe aber nicht darum den Lehrern „noch etwas draufzupacken“, betonte er. Es werde Multimediaberater an den Grundschulen geben, und die medienpädagogische Beratung des Landesmedienzentrums werde ausgebaut. Er wisse, dass die Medienbildung eine große Herausforderung sei, zumal an vielen Standorten die technischen Voraussetzungen noch lange nicht gegeben seien. Und ganz sicher seien noch viele Fragen offen, doch Veranstaltungen wie die des Kreismedienzentrums sollten dazu beitragen, der Aufgabe ihren Schrecken zu nehmen.

„Wir leben in einer Mediengesellschaft“, bestätigte Wolfgang Kraft, der Leiter des Landesmedienzentrums. Das Smartphone werde bereits von 44 Prozent der Zehn- bis Elfjährigen intensiv als Zugang zum Internet genutzt. Kindern müsse deshalb das entsprechende Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben werden, um aus der Fülle der Informationen auszuwählen.

Wie die praktische Umsetzung von Medienprojekten aussehen kann, konnten sich die Gäste in der Pause direkt von Schülern zeigen lassen. Zudem bestand Gelegenheit, mit Viktor Wagner, dem Leiter des Kreismedienzentrums, und seinem Berater-Team ins Gespräch zu kommen. Das Kreismedienzentrum bietet in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Fortbildungen für Grundschullehrer als Vorbereitung auf den neuen Bildungsplan an.

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