Heidenheim / Arthur Penk Die Krötenwanderung hat begonnen. Zahlreiche Tiere werden ihr Ziel aber nie erreichen. Dabei werden sie nicht mal überfahren.

Wenn es nach dem Winter nachts wieder wärmer wird während die Erde noch feucht ist, erwachen geschützte Amphibien wie Kröten, Frösche, Molche und Salamander aus ihrem Winterschlaf und machen sich auf den Weg an exakt den Tümpel, in dem sie einst schlüpften. Dies sind meist seichte Gewässer, Teiche und ruhige Flussabschnitte.

In den nächsten Tagen werden die Kröten in der Dämmerung ihre alljährliche Wanderung starten. Das Krötentaxi und der Nabu suchen freiwillige Helfer und appellieren an Autofahrer. Was es während der Krötenwanderung zu beachten gilt.

Dran vorbeifahren ist für die Tiere tödlich

Doch unzählige Tiere kommen dort niemals an. Die Strecken ziehen sich oft bist zu zwei Kilometer hin – für die kleinen Tierchen eine riesige Distanz.

Das Risiko, überfahren zu werden, ist sehr hoch: Lebensgefährlich sind vor allem Straßen, die die Amphibien queren müssen.

An manchen Streckenabschnitten säumen viele tote Tiere die Wege. Experten zufolge verenden die Tiere selbst dann, wenn sie nicht direkt unter die Räder geraten.

Ab 30 km/h erzeugen Autos tödlichen Luftdruck

Die Organe der Kröten und Frösche platzen, wenn man mit dem Auto oder Lkw zu nah an ihnen vorbeifährt. Die Folge: ein qualvoller Tod. Selbst Tierärzte können dann nichts mehr tun.