Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter informierte sich bei einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kreishandwerkerschaft Heidenheim Robert Smejkal und Geschäftsführer Klaus Liebhaber über die Situation der Handwerksbetriebe im Landkreis Heidenheim. Einige Bereiche seien schwer von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen. Zur Unterstützung sei es nötig, dass die zugesagte Hilfe rasch und unbürokratisch bei den betroffenen Betrieben ankommt. Kiesewetter berichtete, dass es einige Hürden bei der Überbrückungshilfe gab, weshalb die Kriterien nun angepasst wurden.

Zu wenig Differenzierung

Die Bedingungen für die Novemberhilfe wurden zwischenzeitlich konkretisiert und verbessert. Dennoch sei die Lage für einige Betriebe äußerst kritisch und er könne das Unverständnis verstehen, dass bei den Einschränkungen zu wenig differenziert werde, obwohl viele beispielsweise in der Gastro- und Hotelbranche wirksame Hygienekonzepte aufgestellt und investiert hatten.

„Hatten bis zum 30. Juni 2020 238 Unternehmen aus dem Wahlkreis KfW-Corona-Hilfen beantragt, so waren es bis zum 30. September 2020 bereits 493“, so Kiesewetter.

Weniger Bürokratie für kleine Betriebe

Einige Branchen des Handwerks hätten nach wie vor volle Auftragsbücher und würden unter dem Fachkräfte- und Nachwuchsmangel leiden, so Liebhaber. Deshalb mahnten er und Smeijkal eine Weiterbildungspflicht in der Kurzarbeit an, was Kiesewetter unterstützte. Ferner forderten sie von der Bundespolitik bei den Entbürokratisierungsbemühungen verstärkt auf kleine Unternehmen zu achten, die von den Auflagen vielfach überfordert seien, was auch Neugründungen oder Unternehmensübergaben erheblich erschwere. Hier müsse es weitere Pauschalierungen und Vereinfachungen für die kleineren Betriebe geben.

Nachfragen gab es zum Bundesförderprogramm „Digital Jetzt“. Dies ist so gut angelaufen, dass eine Registrierung aktuell nicht möglich ist. Es werde an einem angepassten Verfahren gearbeitet, um weiteren Unternehmern den Zugang zu diesem Förderprogramm zu ermöglichen, sagte Kiesewetter.