Oggenhausen/Großkuchen / Karin Fuchs Ob Josef Weber und Jörg Maierhofer im Amt bleiben, entscheiden die neu gewählten Ortschaftsräte im Juli.

In Großkuchen scheint die Wahl auf Josef Weber hinauszulaufen. Er ist der dienstälteste Rathauschef in ganz Heidenheim. Und aller Voraussicht nach wird er es auch bleiben. Denn wenn sich am 16. Juli der neue Ortschaftsrat konstituiert, wird Weber erneut für das Amt kandidieren. „Ich bin mit dem Ziel angetreten, dass ich als Ortsvorsteher weitermache. Ich habe genügend Kraft und Energie“, sagt Weber. Schenken ihm die Ortschaftsräte das Vertrauen, wäre es Webers fünfte Amtszeit.

Das sind die wichtigsten Themen für den neuen Ortschaftsrat

Was steht in Großkuchen an? Sehnlich gewartet wird auf das neue Baugebiet Hinter den Gärten, wo über Einsprüche entschieden werden müsse. Weber verweist zudem auf die Forderung Großkuchens, einen Ausgleich vom Land für die Belastung durch die Windkraft zu erhalten. Nicht von der Tagesordnung verschwinden wird zudem das Waibertal mit seinen Steinbrüchen, ein Radweg und ein Ausbau der Kreisstraße sowie der Anschluss ans schnelle Internet und Glasfaser.

Bleibt Jörg Maierhofer weiterhin im Amt?

Wer hat in Oggenhausen künftig das Ruder in der Hand? Im Amt ist seit einer Legislaturperiode Jörg Maierhofer. Wenn es auch niemand bestätigt, so deutet vieles darauf hin, dass er bei der konstituierenden Sitzung am 9. Juli erneut antreten wird.

„Ich will nicht vorgreifen“, gibt sich der bisherige Ortsvorsteher Jörg Maierhofer bedeckt. Er verrät nur so viel, dass sich die Ortschaftsräte schon im Vorfeld beraten und auf einen Kandidaten verständigt hätten. Wichtige Themen in Oggenhausen sind laut Maierhofer das Gewerbegebiet Mittelfeld, die Bauplätze im Stauferfeld und der Erhalt von Schule und Kindergarten.

Erstmals eine gemeinsame Liste für Oggenhausen

Dass es einen Gegenkandidaten geben wird, ist unwahrscheinlich. Denn die Kandidaten hatten sich bei der Wahl auf einer Liste präsentiert: die Vereinigung „Logg“ Lebendiges Oggenhausen. Dies solle die Geschlossenheit signalisieren, so Maierhofer. Dem Zusammenschluss der einstmals zwei Listen vorausgegangen war eine Änderung im Wahlrecht. Früher konnten auf einer Liste nur so viele Menschen kandidieren, wie es Ortschaftsräte gibt. Jetzt gab es die Möglichkeit, doppelt so viele Kandidaten aufzustellen. „Damit hatten die Wähler auch eine echte Wahl.“

In Großkuchen war die Situation eine andere. Auch dort traten die Kandidaten geschlossen als Freie Wählervereinigung an. Doch da es in Großkuchen eine unechte Teilortswahl gibt, durften dort auf einer Liste nicht mehr Kandidaten als Ortschaftsräte gemeldet sein: sieben für Großkuchen, zwei für Kleinkuchen und einer für Nietheim/Rotensohl.