In den kommenden Wochen sollen die Kapazitäten für Corona-Schnelltests weiter ausgedehnt werden. „Mindestens einen Schnelltest pro Woche“ sollen laut des Bund-Länder-Beschlusses vom späten Mittwochabend Bürger bekommen können. Eine Rolle dabei können auch zukünftig kommunale Abstrichzentren (KAZ) spielen. Konzepte dafür hatten die Kommunen im Kreis bereits gemeinsam mit dem Landratsamt Heidenheim ausgearbeitet, um den Personenkreis der Testberechtigten ausweiten zu können. Diese Personengruppen sollen zunächst vorrangig getestet werden. Die KAZ sind zunächst befristet bis Ende März. Das weitere Vorgehen wird dann wohl auch von der weiteren Teststrategie des Landes Baden-Württemberg abhängen.

Heidenheim: Test am Drive-Through-Schalter

In Heidenheim koordiniert die Verwaltung seit Tagen mit dem Apotheker Dr. Christian Gubitz den Aufbau eines Testzentrums auf dem Parkplatz hinter dem Konzerthaus. Geplant ist, von Mittwoch, 10. März, Heidenheimer und jene, die hier tätig sind, einen kostenlosen Test pro Woche anbieten zu können – ohne Anlass und asymptomatisch. Die Stadt setze damit die bekanntgewordenen Entscheidungen der Bund-Länder-Gespräche am Mittwoch dieser Woche um, sagt Oberbürgermeister Bernhard Ilg. Die Stadt habe Anfang dieser Woche in Stuttgart 9770 Schnelltests bestellt und damit ihr Kontingent bis 31. März voll ausgeschöpft. Das medizinische Fachpersonal, das die Tests im Testzentrum vornimmt, stellt Dr. Christian Gubitz. Freiwillige Helfer können sich unter personalwesen@heidenheim.de bewerben.

Wer getestet werden will, fährt im Auto bis zum Testenden vor und wird hinterm Steuer getestet. Zudem steht ein Container bereit, in dem Abstriche gemacht werden können. Bislang ist vorgesehen, das KAZ werktags von 17 bis 19.30 Uhr zu öffnen, samstags von 14 bis 17 Uhr. Wer sich testen lassen möchte, muss vorab einen Termin im Internet auf www.coronatest-heidenheim.de vereinbaren.

Ab Montag, 22. März, gibt es in Schnaitheim hinter dem Real-Supermarkt an der Nattheimer Straße eine weitere Teststation, die von Montag bis Samstag von 8 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 20 Uhr geöffnet hat. Die Teststation kann per Auto angefahren werden, der Zugang zu Fuß oder per Fahrrad ist ebenso möglich. Voraussetzung in allen Fällen ist der Zugang von der Nattheimer Straße her kommend, alle Getesteten müssen das Gelände anschließend über den Parkplatz des angrenzenden Supermarkts verlassen, damit es zu keinen Rückstaus kommt. Anmelden kann man sich für einen Test unter www.coronatest-hdh.de oder persönlich in der Kapell-Apotheke (Kapellstr. 1). Eine telefonische Terminvereinbarung ist nicht möglich, um den Betrieb der Apotheke nicht zu behindern. Wer keinen Termin vereinbart hat, kann nicht getestet werden.

Schnelltests in Giengen

In Giengen startet das KAZ in der Schwagehalle am kommenden Dienstag, 9. März, nachdem am Donnerstag weitere 7000 Testkits geliefert worden waren. Um Ansammlungen zu vermeiden, wird um eine vorherige Anmeldung unter Tel. 07322.952-2070 gebeten, immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr für einen Test am kommenden Tag. Anschließend erfolgt eine Terminvergabe. Giengen hat drei Testtage pro Woche vorgesehen: dienstags von 8 bis 12 Uhr, donnerstags von 16 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr. „Um ein professionelles Vorgehen sicherzustellen, arbeitet die Stadt Giengen mit der lokalen Ärzteschaft, den Corona-Schwerpunktpraxen, der DLRG und den DRK-Bereitschaften eng zusammen“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Henle.

Herbrechtingen: zunächst 100 Tests pro Stunde möglich

In Herbrechtingen wird die Oskar-Mozer-Halle Testzentrum bleiben. Ob zusätzliche Freiwillige für die Abstriche benötigt werden ist laut Bürgermeister Daniel Vogt derzeit noch nicht abschätzbar: „Die freiwillige Feuerwehr und das DLRG haben bereits ihre Mithilfe angeboten und die ersten Gespräche über eine Beteiligung finden derzeit statt.“ Bislang hat Herbrechtingen 3500 Schnelltests aus der Reserve des Landes bekommen, weitere 450 sollen noch am Freitag folgen. „Das bisherige Testangebot wird ab der kommenden Woche auf weitere Gruppen ausgeweitet, welche Bedienstete der Polizei und der Stadt sowie WahlhelferInnen umfasst“, sagt Vogt: „Ab dem 15. März sollen dann auch weitere Personengruppen entsprechend der Vorgabe aus der Teststrategie des Landes das Testangebot in Anspruch nehmen können.“

Kreis Heidenheim

Die Anmeldung zum Testen soll zum einen über ein Online-Tool auf der städtischen Homepage und zum anderen auch, falls gewünscht, telefonisch erfolgen. Die entsprechende Nummer wird noch bekannt gegeben. „Wir haben vor, zunächst auch weiter an zwei Tagen in der Woche mit jeweils zwei Stunden das Angebot fortzuführen“, sagt Vogt. „Wir gehen davon aus, dass wir pro Stunde 100 Personen in zwei Teststrecken testen können.“

Gerstetten: Freiwillige Helfer dürfen sich gerne melden

In Gerstetten kann man sich in der Turn- und Festhalle testen lassen. Laut Pressesprecher Uwe Geiße ist die Gemeinde mit den Freiwilligen des DRK und des DLRG in Kontakt, die Bereitschaft signalisiert haben, bei den Abstrichen zu unterstützen. Weitere Freiwillige können sich beim Ordnungsamt melden. Wenn alles bis dahin klappt, rechnet die Gemeinde mit dem Start des Abstrichzentrums am Montag, 15. März, die notwendigen Testkits seien jedenfalls bereits vor Ort. Gerstetten plant eine Online-Terminvergabe, Details dazu sollen zu gegebener Zeit bekannt gegeben werden. Derzeit ist laut Geiße angedacht, an zwei Tagen in der Woche das Zentrum für zwei bis zweieinhalb Stunden zu öffnen. „Hierbei können dann circa 80 Tests pro Tag durchgeführt werden.“ Da derzeit jedoch noch naturgemäß die Erfahrungswerte fehlen, handele es sich dabei noch um grobe Planungen.

Steinheim: Anmeldung über ein spezielles Formular

In Steinheim wird das kommunale Abstrichzentrum am kommendem Mittwoch im Manfred-Bezler-Saal des Rathauses eingerichtet. Da die Testungen auch mit einem Verwaltungsaufwand verbunden sind und der Saal über einen Netzwerkanschluss verfügt, hat man sich laut Bürgermeister Holger Weise gegen den bisherigen Standort des Temporären Abstrichzentrums in der Wentalhalle entschieden. Zudem war der Gemeinde wichtig, einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen.

Die Tests werden in Steinheim Arzthelfer der örtlichen Praxen sowie Mitarbeiter der Apotheken und Zahnarzthelfer, logistisch unterstützt von Mitarbeitern der Gemeinde, durchführen. Zudem habe man bereits freiwillige Helfer finden können. „Wir freuen uns aber natürlich, wenn sich weitere geeignete Personen bei uns im Rathaus melden“, so Weise.

Die Gemeinde hatte bereits 1000 Testkits in Reserve, am Donnerstag erfolgte eine weitere Lieferung. Gerechnet wird damit, dass pro Stunde bis zu 40 Personen getestet werden können. „Natürlich wissen wir nicht, wie viele Personen sich testen lassen möchten. Daher starten wir an zwei Tagen jeweils für fünf Stunden. Ausweiten kann man immer noch“, so der Bürgermeister.

Wer sich in Steinheim testen lassen möchte, sollte, um den Verwaltungsaufwand gering zu halten, einen Anmeldebogen ausfüllen, der sowohl im Albuchboten verteilt als auch auf der Homepage www.steinheim.com veröffentlicht wird.

Königsbronn: 30 Tests pro Stunde möglich

In Königsbronn wird die Hammerschmiede zum Testzentrum, und zwar immer montags, mittwochs und freitags, jeweils von 12 bis 14 Uhr und von 17 bis 20 Uhr. Wie Steinheim freut sich auch Königsbronn über freiwillige Helfer, die sich unter Tel. 07328.962511 oder per Email an ordnungsamt@königsbronn.de melden können. Los geht’s in Königsbronn am kommenden Mittwoch, 10. März, die Testkits sind bereits vor Ort. Wer sich testen lassen möchte, muss sich zuvor unter Tel. 07328.962542 melden. Die Gemeinde rechnet damit, am Tag etwa 150 Menschen testen zu können, etwa 30 in der Stunde.

Sontheim/Brenz: Pünktlich kommen und so Warteschlangen vermeiden

In Sontheim/Brenz wird voraussichtlich ab Dienstag, 9. März, immer dienstags und freitags jeweils von 15 bis 17 Uhr, in der Hermann-Eberhardt-Halle getestet. Die Abstriche entnimmt zum einen Dr. Karin Cira von der Sontheimer Hausarztpraxis, zum anderen stehen die Mitglieder der örtlichen DRK-Bereitschaft bereit. Zusätzliche Freiwillige werden laut Hauptamtsleiter Martin Hofmann nicht benötigt. Maximal 120 Personen pro Tag könne man testen. Die Testkits wurden am Donnerstag an die Gemeinde geliefert. In jedem Fall ist eine vorherige Anmeldung unter Tel. 07325.170 notwendig. Zudem weist die Gemeinde eindringlich darauf hin, dass man nicht frühzeitig vor seinem Termin zum Abstrichzentrum kommen soll, um Warteschlangen zu vermeiden.

Dischingen: Tests beim Arzt und im Besprechungszimmer

In Dischingen steht bislang neben der Arztpraxis auch das Besprechungszimmer im Rathaus für die Apotheke zu Testzwecken zur Verfügung. Bürgermeister Alfons Jakl geht davon aus, dass bei der bisherigen Nachfrage die Stellen auch ausreichend sein werden. Grundsätzlich habe aber auch in Dischingen die DRK-Ortsgruppe Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert. Die weiter benötigten Testkits werden in Dischingen am kommenden Dienstag ankommen, somit rechnet Jakl mit dem Start des KAZ Ende kommender Woche. Wer sich testen lassen will, kann sich telefonisch beim Arzt, der Apotheke oder im Bürgeramt der Gemeinde Dischingen melden.

Auch im Teilort Trugenhofen wurde ein Corona-Testzentrum eingerichtet: Hier kann man sich im Gemeindehaus testen lassen. Anmeldung für einen Corona-Schnelltest kann man sich in Dischingen beim Arzt, der Apotheke oder im Bürgeramt.

Niederstotzingen: dienstags und freitags wird getestet

In Niederstotzingen wird das bisherige temporäre Abstrichzentrum zum kommunalen Abstrichzentrum: die Stadthalle. Die Testkits, die am Donnerstag von der Stadtverwaltung abgeholt wurden, werden an das örtliche DRK verteilt, deren Mitglieder werden dann an den beiden wöchentlichen Testtagen Dienstag und Freitag die Abstriche machen. Start des Abstrichzentrums in Niederstotzingen wird der kommende Dienstag sein. Wer sich testen lassen will, kann sich im Bürgerbüro anmelden.

Nattheim: Probelauf mit den Feuerwehrleuten

In Nattheim wird aufgrund der guten Anbindung und Infrastruktur auch weiterhin die Gemeindehalle für die Abstriche genutzt. „Im ersten Anlauf werden wir das Projekt mit dem DRK Nattheim, den örtlichen Ärzten Dr. Alexander Pösl und Stefan Dorschner in Absprache angehen“, erklärt Bürgermeister Norbert Bereska. „Helfer sind immer gern gesehen.“ Diese sollen sich per Email an info@nattheim.de anmelden. Ein erster Testlauf wird in Nattheim bereits am Samstag erfolgen. Dann sollen von 8 bis 10 Uhr die örtlichen Feuerwehrleute die Möglichkeit haben, sich testen zu lassen. Start für die Allgemeinheit wird dann Samstag, 13. März im Zeitfenster von 8 bis 10 Uhr sein. „Wir beginnen mit einer Station für 40 Abstriche pro Stunde und sind gut gerüstet“, sagt Bereska. „Für die Montage und Donnerstage arbeiten wir die Anzahl der Testungen gerade mit Dr. Alexander Pösl und Stefan Dorschner aus.“ In der ersten Phase wollen sich die Nattheimer an die Handlungsempfehlungen halten, die sich laut dem Bürgermeister aber „stündlich“ ändern: „Wir werden niemanden ohne Test wegschicken, eine Anmeldung sollte aber schon sein.“ Diese erfolgt beim Bürgerservice unter Tel. 07321-978410.

Hermaringen: Spätestens am 12. März geht es los

In Hermaringen wird das KAZ im Foyer der Güssenhalle eingerichtet. Während die Abstriche selbst von Mitarbeitern der örtlichen Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes abgenommen werden, kümmern sich die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung um die Administration. Die entsprechenden Testkits wurden von der Verwaltung am Donnerstag in Aalen abgeholt. Hermaringens Bürgermeister Jürgen Mailänder rechnet damit, dass spätestens am kommenden Freitag, 12. März, das Kommunale Abstrichzentrum in Betrieb gehen kann. Wer sich testen lassen möchte, muss sich zuvor im Rathaus anmelden unter Tel. 07322/954726 oder per Email an melissa.ludwig@hermaringen.de. Im Moment geht Mailänder davon aus, dass immer dienstags und freitags jeweils 18 bis 20 Personen getestet werden können.

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