Heidenheim / Andreas Uitz Manche Kneipen durften wieder öffnen, andere noch nicht mal im Außenbereich. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Abgeordnete Martin Grath will sich jetzt für Änderungen der Regelung einsetzen.

Seit Montag dürfen Speisewirtschaften in Baden-Württemberg wieder ihre Gäste bewirten – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Voraussetzung ist natürlich, dass sie sich an die Corona-Hygienevorschriften halten. Lokale, die lediglich eine Schank- und keine Speisekonzession haben, sind von dieser Regelung ausgeschlossen und bleiben geschlossen.

Entscheidend ist die Konzession

Dass diese Regel allein von der Konzession und nicht etwa von der Betriebsgröße oder der Möglichkeit der Außenbewirtschaftung abhängig gemacht wird, stößt vielen Menschen, vor allen Dingen aber vielen Wirten kleinerer Kneipen sauer auf. Denn auch wer einen Konzession für Speisen hat, muss diese noch lange nicht anbieten und kann weiterhin einfach nur ausschenken, wärend das anderen Kneipen verboten ist.

Vor allen Dingen die Tatsache, dass es vom Land noch keinerlei zeitliche Perspektive für eine Wiedereröffnung von Schankgaststätten gibt, sorgt bei vielen Wirten für Unverständnis und Wut.

Eine Frage des Platzes

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Grath begründet auf HZ-Anfrage die Entscheidung der Landesregierung mit der Umsetzbarkeit von Hygienekonzepten: „In Speisewirtschaften sitzen die Menschen die meiste Zeit auf ihren Plätzen. Dadurch kommt es zu eher wenigen Kontakten mit fremden Menschen. Die Tische können gezielt weit auseinander platziert werden. Der Mindestabstand kann besser eingehalten werden als in einer Bar.“

So schnell wie möglich Außenbewirtschaftung

Was die Außenbewirtschaftung betrifft will sich Grath allerdings dafür einsetzen, dass die Kneipen so schnell wie möglich wieder öffnen dürfen – unter Einhalte der Hygienemaßnahmen. „Auch die Kneipenwirte brauchen eine Perspektive, und das so schnell wie möglich“, so Grath.

Acht Wochen lang ging gar nichts in der Gastronomie. Doch am Montag dürfen gastronomische Betriebe wieder öffnen. Aber das betrifft längst nicht alle. Wie die Wirte der Kleinen Heilen Welt, des Stattgartens, des Melange und der Radiobar die Sache sehen: