Während die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Heidenheim langsam zurückgeht, hat sich die Lage im Klinikum zugespitzt. „Mit Stand Dienstagnachmittag wurden 22 Menschen stationär behandelt“, sagte Chefarzt Dr. Martin Grünewald, der im Krankenhaus für den Bereich Infektionserkrankungen zuständig ist, in der aktuellen Ausgabe des HZ-Corona-Briefings. Das bedeutet einen Anstieg um mehr als 60 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Vier Patienten würden auf der Intensivstation liegen. Als Reaktion auf diese Entwicklung habe das Klinikum entschieden, die Corona-Station deutlich zu vergrößern. „Noch in dieser Woche wird der gesamte dritte Stock von Haus C in eine Covid-19-Isolierstation umgewandelt. Damit stehen dann insgesamt 60 Betten für Corona-Patienten zur Verfügung“, so Grünewald.

Zwar nehme im Augenblick die Zahl der Neuaufnahmen ab, allerdings bräuchten die Covid-19-Patienten relativ lange bis zur Genesung. Diese Entwicklung würde ähnlich wie im Frühjahr dazu führen, dass immer mehr Betten mit Virus-Patienten belegt werden müssten.

Entscheidung schwer gefallen

„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, weil sie zu Einschränkungen in anderen Bereichen führt.“ Allerdings würden zurzeit nur Patienten zum Arzt gehen oder ins Klinikum kommen, die wirklich dringend behandelt werden müssen. „Dadurch ist die Erweiterung der Corona-Station eine Herausforderung für uns, aber dennoch gut umsetzbar“, so Grünewald.