„Wirtschaftlich gesehen waren die Zeiten in Burundi nie schlimmer – nicht einmal zu Zeiten des Bürgerkrieges“, sagt Missionsleiter Theo Volland vom Kinderwerk Lima in Heidenheim. Es gäbe praktisch keinen Sprit mehr und die Lebensmittelpreise würden durch die Decke schießen. „Nach den neusten Zahlen der Weltbank ist Burundi leider wieder zurück auf dem Platz des ärmsten Landes der Welt“, so Volland weiter.

Schulessen ist überlebenswichtig

Das evangelische Hilfswerk aus Heidenheim engagiert sich seit sechs Jahren in dem kleinen Land in Ostafrika. „Für die 450 Kinder unserer Schule dort ist das tägliche Schulessen schlicht und einfach überlebenswichtig“, sagt Volland. Daneben unterstütze das Werk fünf Dorfentwicklungsprojekte im Land. Dort würden täglich über 1000 Kinder mit einer Tasse Haferbrei versorgt.

Zu Landwirtschaft schulen

Nun will das Kinderwerk seine Hilfe verstärken. „Wir möchten helfen, dass Menschen in den Dörfern eine nachhaltige Hilfe erfahren“, so der Missionsleiter. Das Kinderwerk habe begonnen, Land zu kaufen, für die besitzlosen Batwa-Pygmäen. Zusammen mit landwirtschaftlichen Beratern würden sie lernen, die Äcker biologisch nachhaltig zu bewirtschaften. Zurzeit wird ein kleines Schulungszentrum mit Lagerhaus in einem der abgelegenen Dörfer gebaut. Damit werde es möglich, die einfache Landbevölkerung vor Ort zu schulen und die Ernten samt Saatgut sicher zu lagern.

Einheimische berichten über Lage

Am Jahresfest am kommenden Sonntag in Mergelstetten werden fünf Mitarbeiter aus Burundi zu Besuch erwartet. „Das wird ein ganz schöner Kulturschock für sie werden, unseren Überfluss hier zu sehen“, sagt Volland. Zum Gottesdienst um 10 Uhr werden sie über die aktuelle Lage in ihrem Land in der Turn- und Festhalle Mergelstetten berichten. Am Festnachmittag ab 13.30 Uhr soll mit Bildern und Videos über die weltweite Arbeit des Heidenheimer Hilfswerkes berichtet werden. Für Kinder bis 12 Jahren wird ein Kinderprogramm angeboten.