Heidenheim / Mathias Ostertag Gastronomie: Foodtrucks finden immer mehr Anhänger. Jetzt gibt es den ersten hier vor Ort.

Die Idee ist ja eigentlich keine sonderlich neue. Man nehme einen alten Bauwagen, statte diesen mit allerlei gastronomischen Hilfsmitteln aus und fertig ist der Imbissstand, aus dem heraus sich Currywurst, Pommes oder der Döner Kebab verkaufen lässt.

Und doch muss die Geschichte in Sachen Foodtruck etwas anders erzählt werden. Als ein noch recht junger gastronomischer Trend aus den USA schwappte die Idee innerhalb kürzester Zeit über den Atlantik nach Europa über und hat längst auch Deutschland erreicht. Allein die Internetseite foodtrucks-deutschland.de listet um die 350 Foodtrucks auf, die irgendwo in Deutschland ihre ganz besonderen Spezialitäten anbieten – von Pizza über Burger, Hot Dogs, Suppen, Wraps bis hin zu hausgemachter schwäbischer Küche.

Ähnlich sah die kulinarische Bandbreite auch aus, als im Rahmen der langen Einkaufsnacht im Mai erstmals 25 Foodtrucks in der Heidenheimer Fußgängerzone Station machten.

Und jetzt gibt es erstmals auch eine solche fahrende Essstation dauerhaft in Heidenheim: immer montags steht ein Anhänger der vor fünf Jahren von Florian Hanke gegründeten Firma „Herr von Schwaben“ auf dem Parkplatz des Raumausstattungsgeschäfts „TTL“ in den Heidenheimer Tieräckern, ein weiteres Mal samstags vor dem „Mömax“ im Aufhausener Gewerbegebiet. Angesteuert werden die beiden Standorte vom gelernten Koch Kevin Waßmuth, der seit Anfang des Jahres selbstständig und seit August nun mit dem zweiten Foodtruck von „Herr von Schwaben“ unterwegs ist.

Und was steht bei „Herr von Schwaben“ auf der Karte? Wie der Name schon vermuten lässt, klassisch schwäbische Hausmannskost: Linsen mit Spätzle und Saitenwurst, Kässpätzle, Maultaschen – in verschiedenen Zubereitungsformen. „Wir bieten gute hochwertige Mahlzeiten, keine Snacks und Convenience-Kost“, sagt der 28-Jährige. Jeden Tag werden alle Speisen vor dem Start der Trucks in einer zentralen Produktionsküche frisch vor- und zubereitet. „Die Kässpätzle bereiten wir zum Beispiel frisch vor Ort zu“, sagt er.

Trotzdem läuft bei der Zubereitung am Ort des Geschehens alles ziemlich zügig ab: „Zwischen vier bis acht Minuten brauchen wir mit unserem gut eingespielten Team“, sagt Waßmuth. Die in dem Wagen eingebaute Küche, die einer professionellen an einem festen Standort in nichts nachsteht, sei darauf ausgelegt, perfekte Arbeitsabläufe zu garantieren. „Wir sind in der Lage, unter optimalen Bedingungen 150 Essen in der Stunde zu produzieren“, verspricht Waßmuth.

Und die erste Resonanz seit dem Start in Heidenheim? „Wir haben erste positive Rückmeldungen, aber natürlich ist das noch ausbaufähig“, so Waßmuth. „Vielleicht schaffen wir es, zusätzlich einen noch zentraleren Standort in Heidenheim zu finden“, hofft Waßmuth. „Oder wir probieren es mal mit einem Standort, wo wir nur am Abend öffnen. Auch das könnte die Leute anlocken.“