Es sind keine einfachen Zeiten für Stiftungen. Zum einen schmälert die lang anhaltende Niedrigzinsphase ihre Ausschüttungen, zum anderen erschwert die aktuelle Pandemie die Möglichkeiten zu persönlichen Treffen. Für beides hat die Karl-Heinz-Wilhelm-Stiftung eine Lösung gefunden. „Mir war es wichtig, dass wir im zweiten Pandemiejahr eine Beiratssitzung abhalten konnten, wenn auch nur als Online-Meeting“, sagt Stiftungsvorstand Hans-Jörg Wilhelm.

Zu besprechen war Einiges. So wird beispielsweise Martin Wilhelm mit Unterstützung des Beirates Stellvertreter seines Vaters im Stiftungsvorstand. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen in mich und übernehme gern dieses Ehrenamt“, so Wilhelm. Außerdem kündigte Bernhard Ilg an, zum Ende seiner Amtszeit als Oberbürgermeister auch sein Amt als Vorsitzender des Beirates niederlegen zu wollen. Als Ersatz möchte Stiftungsvorstand Hans-Jörg Wilhelm gern den neuen Oberbürgermeister Michael Salomo gewinnen.

Das Amt hat durchaus Vorzüge, denn der Beiratsvorsitzende schlägt mögliche Spendenempfänger vor. Immerhin rund 9000 Euro werden in diesem Jahr ausgeschüttet. Das ist ein deutliches Plus im Vergleich zu 2019, also dem Jahr, in dem der Kultur- und Sozialfonds zum letzten Mal Projekte unterstützte.

Musikschule profitiert

3500 Euro erhält die Heidenheimer Musikschule für verschiedene Projekte. Freuen können sich dort etwa das Blasorchester und die Jugendförderung. 1500 Euro bekommt die Zukunftsakademie für die Ausweitung des Unterrichtsangebotes.

Jeweils 1000 Euro gehen an das zuletzt arg gebeutelte Fechtzentrum und an den Verein Freunde schaffen Freude. Während beim erstgenannten die Trainer bei der Jugendarbeit unterstützt werden sollen, liegt der Fokus bei letzterem auf der Betreuung älterer Mitglieder.

Gefördert wird auch der Verein Kinder und Kunst, der einen Kunstkurs für geflüchtete Kinder ausrichtet. Dafür bekommt er 700 Euro. Die Opernfestspiele werden mit 650 Euro bedacht, die Stadtbibliothek mit 350 Euro. Damit soll der Spielebereich mit einer Switch-Konsole erweiterte werden. 300 Euro erhält das Kutschenmuseum für ein museumspädagogisches Projekt.

Fast 200.000 Euro gespendet

„In ihrer bald 30-jährigen Geschichte hat die Karl-Heinz-Wilhelm-Stiftung mehr als 197.000 Euro für Sport, Kultur und Altenhilfe in der Region gespendet“, berichtet Stiftungvorstand Hans-Jörg Wilhelm. Er sei sehr froh, dass die Stiftung in diesem Jahr erneut so einen hohen Betrag an Zuschüssen beschließen konnte.