Heidenheim / Joelle Reimer Am Samstag findet in der Waldorfschule ein internationales Musiktheater statt. 142 Profis und Amateure sind mit dabei, zudem zahlreiche Schüler der Waldorfschule.

Tanz, Gesang, Schauspiel: Dass Kunst nicht nur vereinen, sondern in ihren unterschiedlichen Ausprägungen auch selbst miteinander vereint werden kann, zeigt Arrangeur und Dirigent Markus Romes in seinem neuesten Vorhaben.

Ein internationales Klangfest soll es werden, welches der Verein zur interkulturellen Begegnung in Musik und Gesang am kommenden Samstag, 24. November, um 19 Uhr in der Waldorfschule veranstaltet. „Dahinter steht das große Thema Demokratie, was als Gesamtkunstwerk sehr spannend ist. Völkerverständigung auf dem Weg der Kunst, als Musiktheaterprojekt“, meint Romes.

142 Sänger und Tänzer aus 26 Länder

Völkerverständigung findet nicht nur im internationalen Titel der Veranstaltung statt, sondern auch in der Besetzung: 142 Sänger, Tänzer, Künstler aller Art aus insgesamt 26 Ländern sind beteiligt. „Das sind sowohl Profis als auch Amateure, und da wir mit der Heidenheimer Waldorfschule kooperieren, sind auch viele Schüler mit dabei“, sagt Romes. Viele, das bedeutet rund 120 Kinder aus der fünften bis zur elften Klassenstufe, die sowohl eine Tanzperformance zeigen als auch als großer Projektchor auftreten.

Geprobt wird seit Ende der Sommerferien, doch gemeinsam mit den anderen Künstlern erst einen Tag vor dem großen Auftritt. „Premiere hatte das Klangfest bereits in Ulm, das heißt, die Künstler sind schon eingespielt. Jeder übt für sich, und am Freitag und Samstagmorgen wird das dann zu einem großen Ganzen zusammengeführt“, erklärt Romes, der den Fähigkeiten der Beteiligten voll vertraut, für den Theater aber immer auch etwas Spannung bereithalten muss.

Internationales Orchester

Dargeboten werden 17 Titel aus 17 Ländern mit jeweils wechselnden Solisten – und in unterschiedlichen Sprachen. „Mit diesem interkulturellen Orchester zeigen wir verschiedene Aspekte der Demokratie“, so Romes. Arrangiert wurde das Programm von Adrian Werum, der zudem für die Komposition von „Ein Lied für dieses Land“ verantwortlich ist, welches er speziell für das internationale Klangfest entwickelt hat.

Die Vielfalt ist auch mit Blick auf die Instrumente zu erkennen: Neben Tuba und Posaune werden hier zusätzlich landestypische Instrumente wie die chinesische Erhu, die türkische Saz, das russische Bajan oder auch die griechische Bouzouki gespielt – „ein spezielles Kammerorchester, das es so sicherlich noch nicht gab“, meint Romes.

Etwas mehr als die Hälfte der Kosten wird vom Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg getragen, der Rest über Sponsoren und Eintrittsgelder.

Karten im Vorverkauf gibt es im Ticketshop der Heidenheimer Zeitung.