Mergelstetten / hz Was geschredderte Baumwurzeln mit guter Luft zu tun haben? Im Kompostwerk werden sie als Biofilter eingesetzt.

Rund um das Kompostwerk könnte es in jüngster Zeit besser riechen. Wie der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb mitteilt, wurde nach mehr als sieben Jahren das Filtermaterial im Biofilter des Kompostwerkes im Mergelstetter Entsorgungszentrum ausgewechselt.

Mikroorganismen tun ihre Arbeit

Das Filtermaterial besteht aus gerissenem Wurzelholz, das besonders gut der feuchten Abluft aus dem Rotteprozess im Kompostwerk widerstehe, die wiederum mit flüchtigen organischen Verbindungen durchsetzt ist. Die Mikroorganismen im Biofilter bauten die Geruchsstoffe aus den Abluftströmen nahezu rückstandslos ab. Und zwar zu geruchsneutralen Substanzen wie Kohlendioxid und Wasser.

Wie lange halten die neuen Filter?

Ein Teil des Wurzelholzes stammt laut Kreisabfallwirtschaftsbetrieb sogar aus eigenen Quellen. Auf der Herbrechtinger Deponie im Kätzental könne Wurzelholz angeliefert werden, das dann aufbereitet wird und im Biofilter seine Verwendung findet.

Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb rechnet damit, dass das ausgewechselte Filtermaterial für die kommenden fünf bis sechs Jahre alle anfallenden Geruchsstoffe wieder rückstandslos abbaut.

Wo landet der Restmüll? Im Müllheizkraftwerk Donautal:

Türen, die normalerweise verschlossen sind – Orte, die man nicht einfach so besuchen darf: HZ-Redakteur Arthur Penk blickt mit seiner Videokamera hinter Schlösser, zu denen nur wenige den Schlüssel haben. Sein Einsatz diesmal: Das Müllheizkraftwerk im Donautal – wo der gesamte Restmüll aus dem Landkreis Heidenheim endet.

Und was passiert mit dem Gelben Sack?

70 Prozent des Verpackungsmülls aus Gelben Säcken wird dem Recycling zugeführt. Aber wie läuft der Prozess genau ab? Wir waren beim Entsorger WRZ Hörger und haben zugeschaut.