Die Corona-Lage im Klinikum Heidenheim hat sich etwas stabilisiert. Das sagte Chefarzt Dr. Martin Grünewald in der aktuellen Ausgabe des HZ-Corona-Briefings. Mit Stand von Montagabend würden auf beiden Covid-Stationen auf dem Schlossberg 19 Patienten behandelt. Hinzu kämen noch sieben weitere Erkrankte, die auf der Intensivstation lägen.

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Durch den hohen Inzidenzwert im Kreis Heidenheim müsse davon ausgegangen werden, dass sich diese Patientenzahl über die nächsten Wochen halten werde, so Grünewald. Sorge bereite den Ärzten, dass zuletzt auch andere Viruserkrankungen für stationäre Einweisungen gesorgt hätten. So müssten zurzeit bereits vier Patienten mit RS-Viruserkrankungen behandelt werden. „In früheren Jahren traten diese schweren Verläufe bei Atemwegsinfekten erst im Dezember und Januar auf“, sagt Grünewald.

Immunität bei RS-Viren gesunken

Der Lockdown habe zwar bei Corona geholfen, jedoch gleichzeitig die Immunität der Bevölkerung bei den RS-Viren verringert. Die bisherige Entwicklung könne darauf hindeuten, dass eine Saison mit überproportional vielen RSV-Erkrankungen bevorstehe. Einen guten Schutz vor einer Infektion biete auch bei diesem Virus das Tragen einer Maske und das Abstandhalten.