Alles neu macht der Januar. Oder wie war das? Auf die Dischinger Hundesteuer bezogen jedenfalls gilt seit dem Jahreswechsel ein höherer Steuersatz. 132 bzw. mit Hundeführerschein 84 Euro pro Jahr müssen Hundehalter seither für ihren Vierbeiner bezahlen. Zuvor hatte der Steuersatz rund 20 Jahre lang bei 54 Euro gelegen. Wie gehen die anderen Gemeinden im Landkreis Heidenheim vor? Wo ist die Hundesteuer am höchsten? In welchem Ort kann man sich einen Zweithund am ehesten leisten? Und wie sieht es eigentlich mit Kampfhunden aus? Ein Überblick.

Minimum bis Maximum: 72 Euro pro Jahr

So viel bezahlen Hundehalter in Gerstetten und Königsbronn. Seit Dischingen aufgestockt hat, ist das der niedrigste Hundesteuersatz für einen Ersthund in den elf Kommunen im Landkreis Heidenheim.

Sontheim/Brenz liegt mit 78 Euro nur leicht drüber, dann geht es hinauf bis maximal 150 Euro in Herbrechtingen.

Führerschein und Prüfung: 6 Gemeinden im Kreis Heidenheim

Heidenheim, Herbrechtingen, Hermaringen, Nattheim, Niederstotzingen und Dischingen setzen auf einen sogenannten Hundeführerschein oder eine Hundeprüfung. Haben Hund und Halter bestanden bzw. teilgenommen, sinkt der Steuersatz. Und das zum Teil beträchtlich: In Hermaringen und Herbrechtingen lassen sich auf diese Weise 50 Euro sparen.

American Staffordshire und Co.: 50 Euro sparen

Das können die Halter von Kampfhunden. Zählt der Hund beispielsweise zu den Rassen Pit Bull, American Staffordshire oder Dogo Argentino wird’s richtig teuer – da hilft dann auch ein Hundeführerschein nichts mehr.

Den Spitzensteuersatz für einen Kampfhund verlangt übrigens die Gemeinde Nattheim mit 768 Euro pro Jahr. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Städte Herbrechtingen mit 750 Euro und Giengen mit 672 Euro. Schlusslicht bildet die Gemeinde Gerstetten mit 144 Euro für einen Kampfhund.

Besonders teuer: zwei Kampfhunde halten

Das ist in den Städten und Gemeinden im Kreis Heidenheim doppelt so teuer. Dementsprechend verlangt Nattheim 1536 Euro, Gerstetten 288 Euro – von einem kleinen Unterschied kann da nicht mehr die Rede sein. Die Kommunen haben hier freie Hand: In Deutschland ist die Hundesteuer eine sogenannte Aufwandsteuer, die von den Kommunen mittels einer Hundesteuersatzung erhoben wird. Pflicht ist das übrigens nicht. Es gibt nach wie vor Ortschaften in Deutschland, die keine Hundesteuer erheben. Es handelt sich dabei allerdings um einige wenige Ausnahmen.

Steuerbefreiung: 5 Gemeinden im Kreis Heidenheim

Heidenheim, Herbrechtingen, Nattheim, Steinheim und Dischingen im Kreis Heidenheim gewähren keine Steuerbefreiung oder -ermäßigung für Wachhunde im Außenbereich. In den anderen Gemeinen gilt diese Praxis, beispielsweise in Gerstetten, wo etwa in den Weilern Erpfenhausen und Heutenburg die Steuer für Wachhunde um die Hälfte sinkt.

Gang und gäbe ist übrigens die Praxis, für die Hunde hilfsbedürftiger Personen, etwa einen Blindenhund, keine Steuer zu erheben. Auch Hunde, die ausgebildet sind, Epileptikern oder Diabetikern zu helfen, sowie Rettungshunde und oft auch ausgebildete Hunde von Forstbediensteten und Jägern sind ausgenommen.

Überforderte Hundehalter, gestiegene Kosten Warum das Heidenheimer Tierheim in Nöten ist

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