Heidenheim / Ganz offensichtlich für jeden Spaß zu haben, ließ er es sich nicht nehmen, wie die anderen Heiratswilligen auch die Beinkleider fallen zu lassen. OB Bernhard Ilg hat am Samstag seine Wettschuld eingelöst.

Einen besseren Einstand als Bühnenstar hätte OB Bernhard Ilg kaum haben können: Eine strahlend schöne Sommernacht, ausverkauftes Haus, ein begeistertes Publikum, und dazuhin noch OB Ilg in einer völlig neuen Rolle – das alles zusammen machte die Aufführung von „Kohlhiesels Töchter“ im Naturtheater am Samstag zu einem besonderen Erlebnis.

Mit Frack und Zylinder, blumenbewaffnet, ergänzte das Stadtoberhaupt die stattliche Reihe derjenigen, die um die Hand von Kratzbürste Susi Kohlhiesel anhalten. Und die Kratzbürste kannte auch keine Gnade mit ihm; und so musste Ilg zusammen mit den anderen Brautbewerbern unverrichteter Dinge von dannen ziehen.

Doch zuvor erlebte das Publikum zu seiner großen Freude auch noch, wie der OB die Hosen runter ließ: Ganz offensichtlich für jeden Spaß zu haben, ließ er es sich nicht nehmen, wie die anderen Heiratswilligen auch die Beinkleider fallen zu lassen. Freilich war er auf dieses Ereignis bestens präpariert: Kostüm und Maske des Naturtheaters sorgten für das bühnengerechte Outfit, und Regisseur Klaus Gröner hielt eigens für das frisch gebackene Ensemblemitglied eine Probe ab – und OB Ilg konnte sich einen höchst persönlichen Eindruck davon verschaffen, was so alles nötig ist, bis eine Szene tatsächlich steht.

An seiner Seite hatte Ilg im Übrigen noch einen Bühnenneuling: Sebastian van Eeck von Regio-TV hatte sich nach der für Heidenheim verlorenen Stadtwette spontan solidarisch mit OB Ilg erklärt und fand sich am Samstag nun ebenfalls unter den Brautbewerbern wieder. Das Publikum genoss dieses Singspiel mit OB-Sahnehäubchen sichtlich und hörbar – und abermals gab es donnernden und langanhaltenden Applaus.