Ende März wurden in Oggenhausen im Biergarten des Gasthof König erstmals Hopfensetzlinge in Form eines originalen Hopfengartens gepflanzt. Sechs Monate später haben sich die Setzlinge zu Hopfenranken mit erntereifen Dolden entwickelt. „Das ist eine Besonderheit, dass sich erstjähriger Hopfen so gut entwickelt“, sagt Hopfenbauer Michael Eisenmann aus der Hallertau, der mit seiner Erfahrung während der sechsmonatigen Reifezeit des Hopfens beratend zur Seite stand. Auch für das Brauerteam der Königsbräu und für die Wirtsleute und Betreiber des Biergartens, Familie Wörle, ist es eine Freude.

Für einen Sud Bier reicht die Menge freilich nicht aus, für eine kleine Verfeinerung des Bieres allemal. Auch lassen sich Hopfenkränze damit binden. Diese Idee wurde von der Nachmittagsbetreuung der Oggenhauser Grundschule aufgegriffen. Auf Einladung von Christiane Majer-Allgeier und unter der Leitung von Helga Schroll besuchten die Kinder den Königsgarten.

Hopfenschmuck gebastelt

„Hopfenzupfen“ nannte man früher das Ernten des Hopfens, als man noch von Hand geerntet hat. Lydia Bohnet, die in Ihrer Jugend selbst „Hopfen zupfte“, wie sie aus Erinnerungen erzählt,  zeigte dies den Grundschulkindern und leitete sie an, wie man Hopfenkränze bindet. Geerntet und zu Hopfenschmuck gebunden wurde beispielsweise die Hopfensorte „Hallertauer Tradition“, welche normalerweise in Form von echtem Naturhopfen den Königsbräu Bieren ihre feine Bittere verleiht.

Die Gabe von Naturhopfen ins Bier ist eine alte Tradition und eine Besonderheit des handwerklichen Brauens, welche nur noch in wenigen Brauereien so wie hier bei Königsbräu, gepflegt wird. Die Kinder der Grundschule Oggenhausen konnten diese Tradition naturnah erleben und in Form von gebundenem Hopfen auch noch mit nach Hause nehmen.