Weiterführende Schulen oder Wechsel in den Beruf, welche Berufsausbildung, wo gibt es Ausbildungsplätze, wie läuft eine Bewerbung ab. Bei diesen und weiteren Fragen bekommen Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung an Realschulen eine Entscheidungshilfe.

Die Eugen-Gaus-Realschule (EGR) fand dabei eine ganz eigene und zusätzliche Art der Umsetzung und startete vor zehn Jahren das Berufsplanspiel „starten statt warten“ für alle Schüler der 9. Klassen. Das Lehrerteam der EGR gewann über 20 Firmen, Institutionen und weiterführende Schulen, die sich jeweils am Veranstaltungstag mit Informationsständen und Ansprechpartnern aus dem Personalbereich präsentierten. In den letzten Jahren konnten sich die Neuntklässler aber nicht nur informieren. Unter realistischen Bedingungen wurden Bewerbungsgespräche durchgeführt, Projektgruppen gebildet und Vorträge gehalten.

Berufsorientierung unter Pandemie-Bedingungen

Im Gegensatz hierzu stand das aktuelle Schuljahr 2020/21 und damit auch die Berufsorientierung unter den durch die Corona-Pandemie vorgegebenen Rahmenbedingungen: abgesagte Praktika, keine persönlichen Informationsabende, keine Berufsmessen. Dass sich damit bei den Schülern eine grundlegende Orientierungslosigkeit bezüglich ihrer beruflichen Zukunft einstellte, wurde den EGR-Lehrerinnen und Lehrer schnell klar. Diese Veranstaltung deswegen zu reduzieren oder sie ganz zu streichen, kam für die Lehrkräfte aber nicht in Frage und man beschloss, das gesamte Berufsprojekt im Online-Format durchzuführen.

Nachdem alle Firmen und Institutionen ihre Kooperation und Mitarbeit zusagten, wurden in monatelanger Vorbereitung Software-Programme und App-Anwendungen eingerichtet und angepasst, technische Lösungen gefunden, neue Wege erkundet, damit diese Berufsorientierung auch unter Pandemie-Bedingungen vermittelt werden konnte.

Realistische Bewerbungsgespräche durchführen

Grundlage für diesen Online-Tag war die vorherige Erstellung von Bewerbungsmappen in der Schule. Diese wurden den teilnehmenden Firmen zugesandt, sodass die jeweiligen Personalvertretungen realistische Bewerbungsgespräche durchführen konnten.

Die Bedeutung und öffentliche Wahrnehmung dieser Veranstaltung wurde durch die Online-Zuschaltung der Bundestagsabgeordneten und Berufsschullehrerin Margit Stumpp unterstrichen. Sie wies dabei auch auf die schwierige Situation der Jugendlichen unter den derzeitigen Pandemie-Bedingungen hin und betonte die wichtige Bedeutung solcher Aktionen.

Am Beispiel der Eugen-Gaus-Realschule Heidenheim Wie Schulen endlich digitaler werden

Heidenheim