Viele Anwohner in Mergelstetten hatten am Montag eine graue, körnige Schicht auf Autos, Dachfenstern und Gartenmöbeln festgestellt. Die Betroffenen klagten, dass sich die Dreckschicht nicht entfernen lasse.

Nun hat sich die Firma Schwenk, deren Zementwerk einige als Verursacher im Verdacht hatten, geäußert: Die Verunreinigung ist tatsächlich auf das defekte Dichtungssystem eines Drehrohrofens im Mergelstetter Werk zurückzuführen.

Staub im Labor geprüft

„Der Schutz der Umwelt und der Anwohner sowie die Reduktion von Emissionen stehen bei Schwenk an erster Stelle“, teilt eine Sprecherin der Firma mit. Aus diesem Grund habe man noch am Dienstag, als die ersten Anwohner sich bei Schwenk gemeldet haben, ein Projektteam sowie eine externe Gutachterin eingeschaltet. „Beide arbeiteten gemeinsam und mit Hochdruck an der Klärung des Anliegens“, so die Pressemitteilung von Schwenk.

Man habe Staubproben von Anwohnern eingeholt und diese im Labor prüfen lassen. „Die Ergebnisse haben gezeigt, dass der Staubniederschlag tatsächlich auf unser Werk zurückzuführen ist“, heißt es.

Durch den Defekt am Dichtungssystem sei im Bereich der Materialzuführung des Drehrohrofens Rohmaterial ausgetreten. „Der Schaden wurde bereits behoben und der Materialaustritt gestoppt“, so die Pressesprecherin. Somit seien keine weiteren Staubniederschläge im Umfeld des Zementwerks zu erwarten. Weiterführende technische Maßnahmen zur Vorbeugung würden schnellstmöglich erarbeitet.

Betroffene können sich bei Schwenk melden

Wer vom Staubniederschlag betroffen ist und bisher noch nicht in Kontakt mit Schwenk war, kann sich unter der E-Mail-Adresse info@schwenk.de an die Firma wenden. Als Betreff sollte „Staubniederschlag Mergelstetten“ angegeben werden. Man werde die Betroffenen schnellstmöglich kontaktieren, verspricht das Unternehmen.

„Wir möchten uns bei allen Anwohnern bedanken, die mit ihren zahlreichen Meldungen und Hinweisen dazu beigetragen haben, den Schaden schnellstmöglich zu identifizieren und einzugrenzen“, heißt es abschließend in der Mitteilung von Schwenk.

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Heidenheim