Von einem „durchaus zufriedenstellendes Ergebnis angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen“ berichtet der Vorstand mit Oliver Conradi und Elke Müller-Jordan im Rahmen eines Rückblicks auf das abgelaufene Geschäftsjahr.

Der Angriffskrieg in der Ukraine mit seinen unmittelbar zusammenhängenden Folgen wie Energieknappheit und Inflation habe auch den Geschäftsverlauf der Heidenheimer Volksbank beeinflusst. Dennoch sei es den Verantwortlichen gelungen, für das abgelaufene Geschäftsjahr ein solides Ergebnis zu erwirtschaften. Nach den im Moment vorliegenden Zahlen seien bis auf das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen alle maßgeblichen Bilanzpositionen gesteigert worden.

So sei das betreute Kreditvolumen um über 19 Millionen auf nahezu eine Milliarde Euro angewachsen. Den Löwenanteil zur Steigerung habe das bilanzielle Kreditgeschäft mit einem Plus von 14 Millionen Euro beigetragen. Unter Berücksichtigung der Regel- und Sondertilgungen von rund 120 Millionen Euro betrage das gesamte direkt vergebene Neugeschäft im Jahr 2022 über 140 Millionen Euro.

Das bilanzielle Kundeneinlagevolumen stieg laut Volksbank-Vorstand deutlich auf über 1,1 Milliarden Euro und erreichte einen neuen Höchststand in der 157-jährigen Geschichte der Heidenheimer Volksbank. Diese Zahl sei ein deutlicher Beweis des Vertrauens der Mitglieder und Kunden in das Kreditinstitut.

Gesunkene Börsenkurse

Nur das außerbilanzielle Kundenvolumen habe mit dieser Entwicklung nicht mithalten können. Durch die stark gesunkenen Börsenkurse sei es performancebedingt auf 1,27 Milliarden Euro zurückgegangen. Dies sei angesichts der turbulenten Rahmenbedingungen aber ein immer noch sehr respektabler Wert, der sich nach einer Erholungsphase an den Finanzmärkten wieder deutlich positiv entwickeln könne. Das gesamte betreute Kundenvolumen sei trotz des Rückgangs im außerbilanziellen Anlagebereich auf noch nie dagewesene 3,363 Milliarden Euro gestiegen. Auch darüber freuen sich die Verantwortlichen in der Karlstraße, und es lasse sie optimistisch in die Zukunft blicken.

Neue Aufgaben

Aber diese Zukunft bringe neben dem normalen Bankgeschäft neue Aufgaben mit sich. Eine der wichtigsten sei die angestrebte Fusion mit der Raiffeisenbank Steinheim, die 2023 vollzogen werden soll. Hierzu müssen die Generalversammlung der Raiffeisenbank Steinheim und die Vertreterversammlung der Volksbank ihre jeweiligen Zustimmungen geben.

Für das Jahr 2023 erhofft sich der Vorstand der Heidenheimer Volksbank mit Oliver Conradi und Elke Müller-Jordan Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine und damit ein Ende des Angriffskriegs mitten in Europa. Dies auch vor dem Hintergrund einer zuverlässigen Energieversorgung und einer damit verbundenen Abschwächung der Inflation.

Viel Bürokratie

Was sich nicht erfüllen werde: die Hoffnung nach weniger Bürokratie und Administration. Das Bewältigen dessen, was sich die zuständigen Behörden an neuer Regulatorik für das Bankgeschäft gefühlt wöchentlich zusätzlich ausdächten, werde eine weitere Herausforderung sein.

Kundenvolumen auf Rekordhöhe


Die Heidenheimer Volksbank 2022:

Betreutes Kundenkreditvolumen: 980 Millionen Euro                                 

Bilanzielle Kundeneinlagen: 1,114 Milliarden Euro

Kundenvermögen: 2,386 Milliarden Euro

Kundenvolumen: 3,363 Milliarden Euro