Heidenheim / Michael Brendel Wer innerhalb des Heidenheimer Tarifverbunds mit dem Bus unterwegs ist, muss von nächstem Monat an mehr bezahlen. Je nach Strecke fällt der Anstieg unterschiedlich hoch aus.

Zum 1. August werden die Fahrpreise im Heidenheimer Tarifverbund (HTV) um durchschnittlich 2,84 Prozent angehoben. Bei den Einzelfahrscheinen beträgt die Erhöhung je nach Fahrtstrecke zwischen 5 und 20 Cent, während die sogenannten Monatskarten Jedermann um 2,00 bis 3,50 Euro teurer werden.

Begründet wird die Tariferhöhung mit gestiegenen Kosten. Maßgebend für jede Anhebung der Fahrpreise ist immer die Kostenentwicklung des Vorjahres, die die im HTV vertretenen Unternehmen nachweisen müssen.

Infobroschüre wird im Landkreis verteilt

Um die Fahrgäste über den neuen Tarif zu informieren, hat die beim Landratsamt angesiedelte Verbundgeschäftsstelle eine Informationsbroschüre erstellt, die am 25. Juli an alle Haushalte im Landkreis verteilt wird.

Zum 1. August steht eine weitere Veränderung an: Auf den Linien 40, 41, 50, 51 und 52 gibt es einen Betreiberwechsel. Im sogenannten Linienbündel Nord/Ost wird die Süddeutsche Verkehrslinien GmbH & Co. KG (SVL) den Linienverkehr aufnehmen.

Die Linie 7518 wird künftig in Oberkochen getrennt. Der Abschnitt zwischen Heidenheim und Oberkochen wird aufgrund der Harmonisierung der Liniennummern als Linie 40 durch die SVL betrieben.

SVL bedient künftig mehrere Linien

Ebenfalls getrennt wird die Linie 51 in Neresheim. Der Abschnitt zwischen Heidenheim und Neresheim wird von der SVL bedient, derjenige zwischen Neresheim, Ohmenheim, Schweindorf und Kösingen von einem anderen Verkehrsunternehmen. Die Linie 52 von Heidenheim über Großkuchen und Auernheim nach Neresheim wird zukünftig ebenfalls von der SVL betrieben.

Bedingt durch den Betreiberwechsel im kreisüberschreitenden Linienverkehr in den Ostalbkreis kommt es zu tariflichen Veränderungen. Auf diesen Strecken gilt übergangsweise bis zur Einführung des Baden-Württemberg-Tarifs im öffentlichen Straßenpersonennahverkehr ein Haustarif des neuen Betreibers. Tickets der Altbetreiber werden nicht anerkannt.

Kein zweiter Fahrschein mehr nötig

Ebenfalls zum 1. August werden die Gemeinden Zöschingen und Reistingen (Landkreis Dillingen) als neue Wabe in den HTV einbezogen. Damit gilt für kreisüberschreitende Fahrten von Zöschingen und Reistingen nach Nattheim, Dischingen oder Heidenheim künftig der HTV-Tarif mit dem Vorteil der freizügigen Nutzung innerhalb der durchfahrenen Tarifwaben. So muss zum Beispiel beim Umstieg auf den Stadtverkehr Heidenheim kein zweiter Fahrschein mehr gelöst werden.

Zur Harmonisierung wird statt der Linie 7694 die Linie 50 zwischen Heidenheim/Nattheim und Dischingen/Demmingen verkehren. Neue Haltestellen werden in Nattheim (Riederberg) und in Königsbronn (Rosenkranzbrücke und Reißeckstraße) angedient.

Aufgrund einer Überplanung der Verkehre im Linienbündel Nord/Ost gibt es Veränderungen in den Fahrplänen. Sie sind zu finden unter www.htv-heidenheim.de. Gedruckte Fahrpläne für das Linienbündel Nord/Ost sind demnächst im Heidenheimer Kundencenter der SVL erhältlich (Tui-Reise-Center, Karlstraße 12).

Nach massiven Einbrüchen bei den Fahrgastzahlen in der Corona-Krise will der HTV wieder Vertrauen aufbauen.