101 neue Covid-Fälle am Dienstag, eine 7-Tage-Inzidenz von 274,9 Stand Mittwoch und eine voll belegte Intensivstation im Klinikum: Die weiter sehr hohe Zahl an Covid-Patienten im Landkreis und in stationärer Behandlung im Klinikum bereitet dem Landrat und der Geschäftsleitung des Klinikums große Sorgen, so lautet die Pressemitteilung des Landratsamtes am Donnerstag.

Landrat Peter Polta appelliert deshalb an die Bevölkerung: „Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises eindringlich, sich an die geltenden Corona-Regeln zu halten. Wir alle müssen aktiv dabei helfen, die Infektionszahlen zu verringern. Angesichts der angespannten Lage im Klinikum ist dies dringend erforderlich.“

So ist die Corona-Lage im Kreis Heidenheim

Innerhalb der letzten Tage stieg die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Heidenheim und auch die Zahl der Covid-Patienten, die stationär im Heidenheimer Klinikum behandelt werden müssen: So befinden sich mittlerweile elf Covid-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, wie das Landratsamt mitteilt.

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30 weitere an Covid erkrankte Patienten werden auf weiteren Stationen des Klinikums behandelt, darunter seien laut dem Landratsamt auch zwei Kinder. Insgesamt müssen im Heidenheimer Klinikum Stand Donnerstag 41 Corona-Patienten stationär behandelt werden. Und damit nicht genug: Das Landratsamt geht davon aus, dass die Zahl der Corona-Patienten auch weiter steigen wird, weshalb im Klinikum ein weiterer Covid-Bereich eröffnet werden soll. Damit die Patienten dort auch versorgt werden könne, werde zur Zeit geschultes Fachpersonal organisiert.

„Wir müssen davon ausgehen, dass von den jetzt neu hinzugekommenen Fällen im Landkreis weitere Personen auf eine stationäre Behandlung angewiesen sein werden“, sagt Dr. Rainer Pfrommer, Geschäftsführer des Heidenheimer Klinikums. „Bei den bereits weit ausgeschöpften Kapazitäten hinsichtlich der Bettenbelegung im Klinikum kann dies zu Versorgungsengpässen führen. Dies müssen wir vermeiden.“

Landrat Peter Polta appelliert an Vernunft

Besonders im Hinblick auf den anstehenden Feiertag zum ersten Mai appelliert Landrat Peter Polta an alle, sich verantwortungsvoll und vernünftig im Sinne des Infektionsschutzes zu verhalten. Um auch die Unfallgefahr zu reduzieren, sollten die Bürgerinnen und Bürger möglichst auf risikoreiche Sportarten verzichten, um das Klinikum nicht zusätzlich zu belasten. Als weiterhin wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Ansteckungen gelte es jedoch, Kontakte möglichst zu vermeiden, die Abstandsregeln einzuhalten, die Hände zu desinfizieren und FFP2-Masken zu tragen.

„Wir haben Verständnis dafür, dass nach vielen Monaten Pandemie eine gewisse Müdigkeit im Anwenden der Maßnahmen auftritt“, so Polta. „Die mittlerweile zunehmend schwierige Situation sollte uns jedoch klarmachen, dass wir alle gefordert sind, unsere Anstrengungen bei der Eindämmung der Infektionen erneut zu verstärken.“

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