Der letzte Produktionsstandort der Firma Hartmann in Heidenheim soll geschlossen werden. Im Frühjahr war bekannt geworden, dass das Management die Wundmanagement-Produktion nach Polen verlagern will. Verhandlungen mit Gewerkschaft und Betriebsrat konnten an dieser Entscheidung nichts ändern.

120 Mitarbeiter betroffen

Betroffen sind von der bevorstehenden Betriebsschließung 120 Mitarbeiter am Standort Heidenheim. Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, versammelten sich am Donnerstag kurz vor 13 Uhr rund 40 von ihnen mit eigens angefertigten T-Shirts vor dem Hauptsitz des Konzerns zu einem stillen Protest.

Verständnis für die Betroffenen

„Ich habe volles Verständnis dafür, dass die Mitarbeiter so reagieren“, so der Heidenheimer IG-Metall-Chef Ralf Willeck. Vor allen Dingen angesichts eines ersten Sozialplan-Angebots, das das Unternehmen vorgelegt habe, und das Willeck „bescheiden“ nennt: „Wenn ich Hartmann wäre, würde ich mich dafür schämen.“ Zwar habe das Management des Konzerns signalisiert, so viele betroffene Mitarbeiter wie möglich anderweitig unterbringen zu wollen, „aber betriebsbedingte Kündigungen wollen sie auch nicht ausschließen“, so Willeck.

Verhandlungen bei Hartmann gescheitert Wundmanagement-Produktion in Heidenheim wird geschlossen

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