Die Schwerbehindertenquote in Deutschland beträgt 9,5 Prozent, das heißt jeder zehnte Mensch in Deutschland ist schwerbehindert und hat Einschränkungen im alltäglichen Leben. Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung am heutigen 3. Dezember soll das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen schärfen.

Die Herausforderungen und Probleme, vor welchen behinderte Menschen Tag für Tag stehen, nehmen auch die kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises Heidenheim Iris Mack und ihre Kollegin Regina Bass – nicht nur an diesem Tag – in den Fokus. Ihr Ziel ist es, Hürden abzubauen, in den Köpfen ebenso wie auf Wegen.

Viele Angebote für Menschen mit Behinderungen fielen weg

Gerade dieses Jahr ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auch für Menschen mit Behinderung ein herausforderndes Jahr. So gab es nicht nur in Einrichtungen wie beispielsweise Werkstätten erhebliche Einschränkungen. Auch viele Veranstaltungen, die sonst im Laufe des Jahres stattfinden, wie zum Beispiel der Markt der Möglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen, der Selbstverteidigungskurs für Frauen mit Einschränkungen, der jährliche Aktionstag, die inklusiven Theaterveranstaltungen, die Fotoausstellung, bei der Menschen mit Einschränkungen bei sportlichen Aktivitäten gezeigt werden sollten, waren teilweise schon geplant und konnten nicht stattfinden.

Inklusionspreis geht in die zweite Runde

Trotz der Umstände gab es in diesem Jahr aber auch positive Ereignisse für Menschen mit Behinderungen: Im Juli wurde der erste Inklusionspreis des Landkreises Heidenheim vergeben. Damit würdigt der Landkreis Einzelpersonen, Gruppen sowie Organisationen, die sich für die Gleichstellung von Menschen und deren gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft einsetzen und Projekte ins Leben rufen, die sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderung zusammenbringen. Die Vergabe des Inklusionspreises soll auch wiederholt werden.

Außerdem wurde im August in der Stadtbibliothek Heidenheim die erste öffentliche „Toilette für alle“ eingeweiht, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit schweren Erkrankungen und Behinderungen zugeschnitten ist.

So ist die Behindertenbeauftragte zu erreichen:

Die Behindertenbeauftragte des Landkreises Heidenheim, Iris Mack, Tel. 07321/321-2464 oder i.mack@landkreis-heidenheim.de, und Regina Bass, Tel. 07321/321-2376 oder r.bass@landkreis-heidenheim.de, unterstützen Menschen mit Einschränkungen bei Bedarf und sind im Landratsamt zu erreichen.