Heidenheim / HZ Besonders Ärzte, Pflegekräfte, pharmazeutisch-technische Assistenten oder medizinisch-technische Assistenten werden gebeten, sich zu melden.

Mit Blick auf die weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit Corona und die damit einhergehenden steigenden Infektionszahlen bitten Landrat Peter Polta und der Geschäftsführer der Kliniken Landkreis Heidenheim Udo Lavendel bereits zum jetzigen Zeitpunkt vorsorglich um Unterstützung.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung äußern sich die beiden: „Der mögliche Ausfall von Fachkräften aus der Pflege oder dem ärztlichen Bereich aufgrund von Erkrankungen beschäftigt momentan uns und alle anderen Kliniken und ärztlichen Betriebe”, erklärt Lavendel. „So können wir beispielsweise die weiteren Auswirkungen im Zusammenhang mit Corona auf unser Personal nicht vorhersehen. Daher freuen wir uns sehr über Hilfsangebote von Ärzten oder Pflegekräften.“

Wer sich dazu berufen fühlt, das Personal des Klinikums sowie der Corona-Ambulanz für den Landkreis Heidenheim zu unterstützen, eine medizinisch-pflegerische Ausbildung vorweisen kann und nicht länger als fünf Jahre aus dem Beruf ausgeschieden ist, kann sich beim Landratsamt Heidenheim unter Tel. 07321.321-2278 oder per E-Mail unter buero-landrat@landkreis-heidenheim.de melden.

Landrat Peter Polta: „Voraussicht ist sicher angebracht“

Besonders Ärzte, Pflegekräfte, pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) oder medizinisch-technische Assistenten (MTA), die im Moment nicht in ihrem Beruf arbeiten oder im Ruhestand sind, werden gebeten, sich zu melden. „Voraussicht ist hier sicher angebracht, denn ein gut funktionierendes Gesundheitssystem benötigt selbstverständlich zu jedem Zeitpunkt auch ausreichend Personal“, so Landrat Polta.

Unter Berücksichtigung arbeitsrechtlicher Vorgaben und des tatsächlichen Bedarfs wird dann gemeinsam geprüft, ob eine Beschäftigung im Klinikum oder in der Corona-Ambulanz möglich ist. „Dabei wird natürlich auch darauf geachtet, dass ältere Unterstützungskräfte nicht einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt werden“, erklärt Polta.

Corona-Ambulanz im Klinikum Abstriche nur noch für Risikogruppen

In der Corona-Ambulanz des Klinikums Heidenheim werden Abstriche nur noch für Risikogruppen, schwer Erkrankte und medizinisch-pflegerisches Personal gemacht.

Dr. Jörg Sandfort ist Hausarzt und Vorsitzender der Kreisärzteschaft. Im Interview spricht er über den neuen Alltag in Arztpraxen, fehlende Schutzausrüstung und darüber, wie der Austausch unter den Ärzten funktioniert.

Auf eigenen Wunsch verlässt Udo Lavendel das Heidenheimer Klinikum. Er war stark in die Kritik geraten, nachdem er Mitarbeiterdaten an eine fremde Firma übergeben hatte. Das sagen Landrat Peter Polta, OB Bernhard Ilg und Udo Lavendel selbst zu dem Führungswechsel,