Heidenheim / Michael Brendel Von den amtierenden SPD-Stadträten kandidiert bei der Kommunalwahl am 26. Mai lediglich Gerhard Oberlader nicht mehr. Insgesamt 19 Männer und neun Frauen gehen für die Sozialdemokraten ins Rennen.

Rudi Neidlein (72) führt die Liste der SPD für die anstehende Gemeinderatswahl an. Der ehemalige IG-Metall-Bevollmächtigte und langjährige Fraktionsvorsitzende gehört dem Gemeinderat seit 2004 an.

Auf den Plätzen zwei bis 28 folgen Dr. Waltraud Bretzger (59, Diplom-Chemikerin), Dr. Florian Hofmann (36, Rechtsanwalt), Sabine Bodenmüller (56, Lehrerin), Hans-Peter Neff (56, Diplom-Kaufmann, freigestellter Betriebsrat), Renate Klement-Schmidberger (67, Rentnerin), Dr. Martin Zinkler (53, Chefarzt der Psychiatrie im Klinikum), Susanne Dandl (56, Diplom-Verwaltungsfachwirtin, Gleichstellungsbeauftragte), Frank Rosenkranz (56, Geschäftsführer Diakonisches Werk), Monika Reichenbach-Oetzel (51, Diplom-Sozialpädagogin), Jürgen Bohnert (74, Stadtoberverwaltungsrat a.D.), Tanja Weiße (49, Kinderkrankenschwester), Michel Lutz (24, Apotheker), Christine Schulten (43, Diplom-Pädagogin, Vorsitzende Awo-Ortsverein), Helmuth Feichtenbeiner (69, selbstständig), Gabi Antoniuk (63, Betriebswirtin), Matthias Wulz, (30, Student, Vorsitzender Juso-Kreisverband), Ute Bürzele (59, Kauffrau), Manfred Bleil (54, zertifizierter Pflegeberater), Peter Riesner (39, Fertigungssteuerer), Oliver Beer (46, Stationsleiter Krankenpflege), Joachim Bader (60, Bautechniker, Vorsitzender Hartmann-Konzernbetriebsrat), Louis Haenschke (24, Ingenieur für Messtechnik), Uwe Gobbers (48, Diplom-Betriebswirt), Fritz Zerle (67, Rentner), Kiet Ho Hoang (68, Diplom-Ingenieur für Betriebswesen), Matthias Bleil (20, Abiturient), Peter Bretzger (63, Rechtsanwalt). Ersatzkandidat ist Oliver Neff (22, Student).

In Oggenhausen kandidieren Gabi Wegmann (47, Altenpflegerin) und Alexander Jurtschak (42, Exportsachbearbeiter), in Großkuchen Thomas Hasenfus (58, Justizvollzugsbeamter). Einen weißen Fleck stellt aus SPD-Sicht bislang Kleinkuchen dar. Mögliche Bewerber haben noch bis zur Abgabefrist für die Kandidatenlisten Ende März Gelegenheit, sich aus der Deckung zu wagen.

Erste Gespräche vor Monaten

Die jetzt auf dem Tisch liegende Liste ist das Ergebnis eines Monate währenden Prozesses: „Die ersten Gespräche mit potenziellen Kandidaten habe ich am 15. Mai 2018 geführt“, sagt Neidlein. Rund 100 weitere folgten, wobei rasch feststand, dass bis auf Gerhard Oberlader alle aktuellen Stadträte ihren Hut wieder in den Ring werfen.

Bei den anderen galt es auszuloten, „ob sie zur Partei passen und sich mit unseren Werten und Überzeugungen identifizieren“, so der SPD-Kreisvorsitzende Dr. Florian Hofmann. Beim Blick auf die Namen ist er der Überzeugung, ein Team beisammen zu haben, „das einen bunten Mix aus Bewährtem und Neuem darstellt und mit der Bandbreite vom Schüler über den Gewerkschafter bis zum Akademiker ein attraktives Angebot für die Wähler bereit hält“. Auf der Liste, die den parteiinternen Prinzipien entsprechend abwechselnd Männer und Frauen aufführt, stehen auch fünf Bewerber ohne Parteibuch.

Als Ziel gibt Neidlein aus, das Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 mindestens zu wiederholen: „Bei einem Halten unserer Sitze wären wir zufrieden, bei einem Ausbau glücklich.“ Im aktuellen Gemeinderat hat die SPD acht Vertreter. Deren elf entfallen auf die CDU, jeweils sechs auf die Grünen und die Freien Wähler. Hinzu kommen drei fraktionslose Stadträte.

Verjüngung als Spagat

Neidlein gibt zu bedenken, dass die angepeilte Verjüngung, wie bei anderen Fraktionen auch, nicht im Hauruck-Verfahren umgesetzt werden könne. Eine Gesetzmäßigkeit stelle nun einmal dar, dass Ältere eher zur Wahl gingen und gerne Personen ihres Alters, die bereits über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügten, die Stimme gäben.

Bemüht sich die SPD gerade auf Bundesebene, sozialstaatliches Profil zu zeigen, sieht Hofmann dieses vor Ort längst gegeben: „Gebührenfreie Kitas und sozialen Wohnungsbau fordern wir lange schon so entschieden wie ein Bekenntnis dazu, die Daseinsvorsorge in kommunaler Hand zu behalten.“

Kreistag: Hofmann an der Spitze

Bei der Kreistagswahl am 26. Mai geht die SPD mit Dr. Florian Hofmann als Spitzenkandidat ins Rennen. Auf den weiteren Listenplätzen folgen Birgit Koepsel (62, Diplom-Pädagogin, Awo-Geschäftsführerin), Andreas Stoch (49, Rechtsanwalt, Landtagsabgeordneter), Dr. Waltraud Bretzger, Rudi Neidlein, Renate Klement-Schmidberger, Rainer Domberg (69, Rechtsanwalt, Bürgermeister a.D.), Sabine Bodenmüller, Ralf Willeck (55, Erster Bevollmächtigter IG Metall), Heidrun Neff (52, Rechtsanwaltsfachangestellte), Frank Rosenkranz, Tanja Weiße, Michel Lutz, Manfred Bleil, Andreas Schmidt (63, Diplom-Verwaltungsfachwirt), Hans-Peter Neff, Jürgen Bohnert, Helmuth Feichtenbeiner, Peter Riesner, Matthias Wulz, Thomas Hasenfus, Peter Bretzger. Ersatzkandidaten sind Joachim Bader, Uwe Gobbers, Fritz Zerle und Kiet Ho Hoang.