Kreis Heidenheim / hz Warum wurde die Berliner Mauer gebaut? Wie lang war sie? Wie vielen Menschen gelang die Flucht. Fakten zur Mauer – kurz und knapp.

Warum wurde die Mauer gebaut?

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wollten Politiker in Ost-Deutschland ein sozialistisches System errichten. Viele Bürger waren damit nicht einverstanden und verließen Ost-Berlin in Richtung West-Berlin. 1952 ließ die DDR dann die Grenze zur Bundesrepublik sperren. Es konnte also niemand mehr einfach so das Land verlassen. Außer innerhalb Berlins, dort waren noch offene Grenzen. Und das hatte Folgen: Zwischen 1949 und Sommer 1961 verließen rund 2,6 Millionen Menschen die DDR. Das war ein Sechstel der ursprünglichen Bevölkerung der DDR. Die DDR-Politiker beschlossen deshalb, die Grenzen endgültig zu schließen.

Wie sah die Mauer aus?

Erste Barrikaden und Betonpfähle wurden 1961 an den Grenzübergängen in Richtung West-Berlin gebaut. Danach folgten Teile einer vorläufigen Grenzmauer. Bis 1966 gab es nur eine Mauer mit Stacheldraht und einbetonierten Glassplittern – damit niemand drübersteigen konnte. Nach 1966 wurde es noch strenger: Hinter der Mauer, also im Westen, wurde ein 100 Meter breiter Sperrstreifen errichtet. Man nannte ihn auch Todeszone. Der Streifen war mit Stacheldraht und Gräben gesichert und durfte nur mit einer Sondergenehmigung betreten werden. Später wurde eine neue, bessere Mauer gebaut: Sie war 3,60 Meter hoch und besonders stabil.

Wie war der Mauerstreifen geschützt?

Die Mauer verlief auf 155 Kilometern um den Westteil von Berlin, etwa 43 Kilometer davon mitten durch die Stadt. Am Anfang versuchten immer wieder Menschen zu flüchten. Im Osten wurde die Mauer deshalb besonders geschützt: zum Beispiel mit einem Signalzaun, Dornenmatten und Soldaten. Außerdem war der Bereich sehr hell erleuchtet, damit Flüchtende sofort entdeckt wurden.

Wie war die Mauer gesichert?

Um die Bürger an der Flucht zu hindern, bewachten rund 11 000 Grenzsoldaten die Mauer und 14 Grenzübergänge. Am Ende standen entlang der Mauer zudem 300 Beobachtungstürme.

Wie flüchteten die Menschen dann?

Viele Menschen starben beim Fluchtversuch. Bei rund 40 000 Menschen soll es aber geklappt haben. Zum Beispiel durch Tunnel, versteckt in Autos, in Flugzeugen oder im Heißluftballon.

Was führte zum Fall der Mauer?

Seit den 70er-Jahren stellten immer mehr DDR-Bürger Ausreiseanträge. Ende der 80er-Jahre gab es auch Proteste. 1989 beschloss dann die ungarische Regierung, ihre Grenze nach Österreich zu öffnen. So konnten viele Menschen in den Westen gelangen. In Berlin kam es wieder zu Massendemonstrationen. „Wir sind das Volk“, riefen die Menschen. Die Regierung der DDR stand deshalb unter Druck und verkündete am
9. November neue Reiseregelungen. Daraufhin stürmten sehr viele Menschen die Mauer. Seit 28 Jahren konnte man zum ersten Mal wieder frei von West- nach Ost-Berlin kommen.

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