Heidenheim / bren Mehr Radler, mehr Teams und mehr Kilometer: Das diesjährige Stadtradeln war in jeder Hinsicht erfolgreich. Eines blieb unverändert: Sowohl in der Einzelwertung als auch bei den Mannschaften stehen dieselben Namen an der Spitze.

Vom 20. Juni bis zum 10. Juli, also knapp drei Wochen lang, nahmen der Landkreis und die Stadt Heidenheim gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) erneut am Stadtradeln teil. Die Aktion des Klima-Bündnisses stieß trotz Corona und der damit verbundenen Absage der Begleitveranstaltungen auf große Resonanz.

1077 aktive Radler legten diesmal 327 240 Kilometer zurück und sparten dadurch rechnerisch 48 Tonnen CO2 ein. Im vergangenen Jahr hatten es 1004 Radler auf 267 000 Kilometer gebracht. 62 Teams (2019: 61) aus Schulen, Kommunen, Vereinen und Hobbyradlern fanden sich zusammen, um kräftig in die Pedale zu treten.

Radeln ist in Corona-Zeiten beliebt

„Das zeigt, dass Radfahren auch in Zeiten von Corona auf dem Vormarsch ist. Ich sehe das als Chance, um in unserem Landkreis weiterhin gemeinsam an dem Thema Radfahren zu arbeiten. Umwelt- und Klimaschutz geht uns alle an, und ich bin überzeugt, dass wir da etwas bewegen können“, kommentierte Landrat Peter Polta das Ergebnis.

Erfreut zeigte er sich auch darüber, dass der Landkreis im dritten Jahr der Teilnahme in der Rubrik der württembergischen Kreise zwischen 100 000 und 499 999 Einwohnern auf Platz zehn und damit im vorderen Drittel liegt.

Mehr Kilometer abgespult als 2019

Dazu trugen die Radler aus dem Heidenheimer Stadtgebiet mit 174 124 Kilometern erheblich bei. Allerdings konnten die Radfahrer aus dem übrigen Kreisgebiet ihren Anteil gegenüber 2019 erheblich steigern.

Auch wenn der Termin der Preisverleihung noch nicht festgelegt wurde, steht bereits fest, dass wie bereits im Vorjahr das Team „Radelmeister Willer“ aus Giengen mit 109 Teilnehmern nicht nur die größte, sondern auch die kilometerstärkste Gruppe war. Sie steuerte
39 824 Kilometer bei.

Am aktivsten unterwegs waren die Mitglieder der Gruppe „Die Linke“. Jeder Radler brachte es hier auf 825 Kilometer. Dahinter landeten die Radler des Schwäbischen Albvereins Dettingen mit 783 Kilometern pro Teilnehmer.

Ein bekanntes Gesicht auf Platz eins

Bei den Einzelleistungen steht ein bekanntes Gesicht auf Platz eins: Jürgen Ramsperger spulte mit seinem Fahrrad 1962 Kilometer ab. Stephanie Schiele vom Team „Bike Sport Nattheim“ war mit 1592 Kilometer die stärkste unter den Frauen.

Gleich gewertet wurden E-Bikes und „normale“ Räder. Im Wettbewerb kam es lediglich darauf an, so viel CO2 wie möglich einzusparen. „Ich hoffe, dass das Stadtradeln, gepaart mit dem Trend zum Umstieg aufs E-Bike sowie dem durch die Corona-Pandemie angestoßenen Interesse an Bewegung in der Natur, ausreichend Ansporn gibt, im Alltag verstärkt das Rad zu nutzen“, so Polta.