Heidenheim / hz Die Heidenheiemr Stadtwerke AG, die zu 100 Prozent der Stadt Heidenheim gehört, hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und überweist rund 3,3 Millionen Euro in die Heidenheimer Stadtkasse.

Die Stadtwerke Heidenheim sind nicht nur der von der Stadt in eine Aktiengesellschaft ausgelagerte Energieversorger für die Bürger, sondern auch ein bundesweit agierendes Unternehmen, das in Projekte zur Erzeugung regenerativer Energien investiert. Dies machte die Stadtwerke Heidenheim AG Unternehmensgruppe (Stadtwerke AG) 2019 wieder sehr erfolgreich: Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag nach Verlustübernahme der defizitären Betriebe Bäder und Verkehr (Parkierung) bei rund 23 Millionen Euro, wie die Stadtwerke mitteilen. Insgesamt 10,8 Millionen Euro wurden in die Rücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn der Stadtwerke Heidenheim AG wurde mit rund 3,3 Millionen Euro nach Steuern festgestellt und im Wesentlichen als Dividende an die Stadt Heidenheim als alleinige Aktionärin ausgeschüttet sowie teilweise auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Umsatzerlöse der Stadtwerke AG lagen im Geschäftsjahr 2019 inklusive der abzuführenden Energiesteuern bei rund 305 Millionen Euro, womit die Stadtwerke AG zu einem der umsatzstärksten Unternehmen in der Region zählt. Etwa 74 Prozent der Umsatzerlöse stammen von Kunden aus dem Bundesgebiet außerhalb der Stadt Heidenheim und der Region.

„Die Gestaltung einer dezentralen, zuverlässigen und umweltgerechten Energieversorgung für ihre Kunden steht schon seit vielen Jahren im Zentrum der Unternehmenspolitik der Stadtwerke AG“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmes. 2019 wurde deshalb auch konsequent in Projekte zur Erzeugung regenerativer Energien investiert. Über verschiedene Windparks und Solaranlagen konnten im Geschäftsjahr 2019 259 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr erzeugt werden. Zum Vergleich: der Netzabsatz der Stadtwerke AG lag bei 203,8 Millionen kWh Strom.

In 2019 erwarb die Stadtwerke AG ein Windpark-Portfolio mit insgesamt 16 Windenergieanlagen an vier verschiedenen Standorten in Mittel- und Norddeutschland. Bei den fünf Parks, verteilt auf vier Bundesländer, handelt es sich um die Windparks Breitenfelde I und II mit fünf Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-92 in Schleswig-Holstein, den Windpark Weertzen mit drei Anlagen vom Typ Enercon E-92 in Niedersachsen, den Windpark Holzthaleben mit fünf Anlagen vom Typ Nordex N 117 in Thüringen sowie den Windpark Wahlsdorf mit drei Anlagen vom Typ General Electric 2.5-120 in Brandenburg. Das Portfolio hat eine Leistung von insgesamt 38,3 Megawatt. Die insgesamt 16 Windenergieanlagen speisen jährlich über 100 Millionen Kilowattstunden CO2-freie elektrische Energie ins Stromnetz ein.

Wie bereits in den Geschäftsjahren zuvor räumte die Stadtwerke AG anderen Stadtwerken Beteiligungsmöglichkeiten an Erneuerbare-Energie-Projekten ein. Das flexibel agierende Netzwerk besteht mittlerweile aus über 30 Partnern, um weitere Investitionen in regenerative Energien zu realisieren.

Zu dem Investitionsbudget im Rahmen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien hinzu kommen die regelmäßigen Investitionen für den Netzausbau und die Instandhaltung der Strom-, Gas-, Trinkwasser- und Wärmenetze und für das Hellensteinbad Aquarena, die Parkierungsanlagen sowie das neue Geschäftsfeld Immobilienwirtschaft.

In letzterem Bereich wurde 2019 das Brenzpark Center fertiggestellt. In der Kanalstraße 2 in Heidenheim ist ein nahezu neues Gewerbeobjekt entstanden mit Flächen für die bisherigen Mieter Penny und Getränke Göbel. Außerdem entstand zusätzlicher Raum für das neue Hotel Ecome sowie sechs Hotel-Apartments (Brenzpark Boarding), die von den Stadtwerken selbst betrieben werden.

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