Angesichts der Energiekrise hat auch das Heidenheimer Landratsamt ganz konkrete Pläne erarbeitet, wie möglichst viel Energie gespart werden kann. Eine stetige Maßnahme ist einer Pressemitteilung zufolge der Austausch der Leuchtmittel im Landratsamt und dessen Liegenschaften. Ziel ist, hier LED-Leuchten statt Glühbirnen und Neonröhren zu installieren.

Darüber hinaus gibt es einen Aufruf zum Energiesparen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde. Darin wird beispielsweise die Abschaltung von nicht in Gebrauch befindlichen Geräten, nach Möglichkeit der Verzicht der Nutzung von Aufzügen oder die Nutzung des ÖPNV statt des PKWs angeregt.

Besseres Energiemanagement

Ein Hauptaugenmerk ist auf die Einführung eines Kommunalen Energiemanagements in der Landkreisverwaltung gerichtet. Dieses soll unter anderem die systematische Energieverbrauchserfassung und Kontrolle sowie eine Analyse und Optimierung der Gebäudetechnik und der dort installierten technischen Einrichtungen beinhalten. Der Start ist für den 1. Januar 2023 geplant. Ein Grundsatzbeschluss hierfür wurde bereits am 18. Juli im Kreistag gefasst, der positive Förderbescheid des Bundes dazu stehe aber noch aus.

Heizungsanlagen werden optimiert

Darüber hinaus wurde der Mitteilung zufolge aktuell eine Firma damit beauftragt, die Heizungsanlagen insbesondere im Hinblick auf die Energieeffizienz zu warten und einzustellen. Außerdem wird die Integration smarter Heizungssteuerungen geprüft. Die Beschaffung von Gerätschaften mit niedrigem Energieverbrauch verfolge die Landkreisverwaltung schon seit geraumer Zeit.

Heizung wird gedrosselt

Aufbauend auf die jetzt bereits initiierten Maßnahmen finde ein ständiger Austausch zu möglichen weiteren Energiesparmaßnahmen in der Landkreisverwaltung und deren Liegenschaften statt. Dies schließt Überlegungen zu zukünftigen energetischen Sanierungen mit ein. Außerdem werden natürlich die für alle öffentlichen Gebäude geltenden Regelungen umgesetzt: Höchstwerte von 19 Grad Celsius für die Lufttemperatur in Arbeitsräumen für körperlich leichte und überwiegend sitzende Tätigkeit, Verbot der Beheizung von Gemeinschaftsflächen wie Flure, Treppenhäuser, Eingangsbereiche, Lager- oder Technikräume. Sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegensprechen, wird die Nutzung von dezentralen Trinkwassererwärmungsanlagen in diesen Gebäuden untersagt. Außerdem wird die Beleuchtung von Gebäuden und Denkmälern ausgeschaltet.

Enger Austausch

Bezüglich der Erörterung weiterer Einsparpotenziale, auch über den Winter hinaus, steht der Landkreis Heidenheim mit dem Innen- und Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg sowie dem Landkreistag im engen Austausch.

Das Land Baden-Württemberg will im Laufe des Monats weitere Schritte konkretisieren. Sobald das neue Regelwerk des Landes klar ist, wird auch der Landkreis Heidenheim einen erneuten Runden Tisch mit den Kommunen veranstalten, um die Umsetzung der Einsparziele auf Landkreisebene gemeinsam mit den Städten und Gemeinden zu besprechen.

Landrat wirbt um Verständnis

Landrat Polta betont: „Es gilt derzeit, kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen in den Blick zu nehmen, auf ihre Umsetzbarkeit hin zu prüfen und die erforderlichen Schritte einzuleiten. Das ist vielfach eine Herausforderung, aber in der aktuellen Situation unabdingbar. Jede und jeder Einzelne von uns kann dabei seinen Part dazu beitragen, wichtige Energieressourcen einzusparen. Damit ist nicht nur Gas, sondern auch Wasser und Strom gemeint.“

Fünf Punkte zum Energiesparen


Ende Juli hatte auf Landkreisebene ein Runder Tisch zum Thema Energieversorgungssicherheit stattgefunden. Auf Initiative von Landrat Peter Polta hatten sich die Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte und Gemeinden sowie Verantwortliche von Energieversorgungsunternehmen im Landkreis Heidenheim und zahlreiche weitere maßgeblich Beteiligte getroffen.

Als ein Ergebnis des Treffens wurde beschlossen, dass sich die kommunalen Vertreterinnen und Vertreter sowie die Landkreisverwaltung im gemeinsamen Schulterschluss in ihrem Vorgehen dem Fünf-Punkte-Plan des Landes Baden-Württemberg zum Energiesparen anschließen.

Die fünf Punkte besagen: Wir sparen Wärme, wir sorgen vor, wir sparen Strom, wir setzen auf Homeoffice, Desksharing und Fahrgemeinschaften, wir informieren.