Fast war es so wie beim berühmt-berüchtigten Transferfenster im internationalen Fußball: Bis zur letzten Minute des 31. August machten Mutmaßungen und Behauptungen die Runde. Was die eine Quelle behauptet hatte, dementierte mit Sicherheit eine andere.

Und so kam’s am Ende, dass in manchen Details Unklarheit herrschte, als am 1. September die Energieeinsparverordnung der Bundesregierung in Kraft trat. Auch in Heidenheim kursierten unterschiedliche Ansichten, für welche Formen der Beleuchtung nun befristet bis zum 28. Februar 2023 welche Vorgaben einzuhalten sind.

Schaufenster nicht Teil der Verordnung

Helligkeit ins Dunkel bringt die Antwort des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz in Berlin auf eine Anfrage der HZ: „Schaufenster waren nie in der Verordnung enthalten und sind auch weiter nicht Teil der Verordnung.“

Somit gilt ausschließlich der Wortlaut des Paragrafen 11: „Der Betrieb beleuchteter oder lichtemittierender Werbeanlagen ist von 22 Uhr bis 16 Uhr des Folgetages untersagt.“ Zu verstehen hat man darunter beispielsweise Leuchtreklamen an Fassaden und großformatige Werbetafeln.

Ausnahmen mit Blick auf Verkehrssicherheit

Anders sieht es aus, wenn die Beleuchtung zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit oder zur Abwehr anderer Gefahren erforderlich ist und nicht kurzfristig durch sonstige Maßnahmen ersetzt werden kann. Für solche Fälle gestattet die Verordnung Ausnahmen, etwa an Haltestellen und in Bahnhofsunterführungen.

Heidenheim