Seit nahezu zwei Monaten war die Landkreishalle beim Berufschulzentrum in der Weststadt in Heidenheim gesperrt. Mit Betten und Tischen war sie zur Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine umgebaut. „Bin froh, dass wir die Notunterkunft nicht gebraucht haben, mir war aber es wichtig, gerüstet zu sein“, berichtet Landrat Peter Polta am Montag im Kreistags-Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt von seiner Entscheidung. Diese habe er getroffen angesichts der vorhandenen Kapazitäten in den Unterkünften, aber auch vor dem Hintergrund der abgebrannten Sporthalle in Steinheim.

„Die Lage ist nach wie vor sehr dynamisch. Wir können nicht sagen, wie viele Geflüchtete aus der Ukraine in den nächsten Wochen und Monaten in den Landkreis kommen“, so Peter Polta. „Jedoch sehen wir vor dem Hintergrund der aktuell vorhandenen Möglichkeiten zur Unterbringung eine weitere Bereithaltung der Landkreishalle als eventuelle Notunterkunft vorerst nicht mehr als zwingend notwendig an.“

Landrat Polta will vorbereitet bleiben

Das Landratsamt arbeite weiter mit Hochdruck daran, Liegenschaften zu akquirieren, um die Geflüchteten auch künftig adäquat und gut unterbringen zu können. Darüber hinaus werde nach geeigneten Immobilien gesucht, in denen gegebenenfalls wieder eine Notunterkunft im Landkreis Heidenheim errichtet werden könnte. „Wir werden die komplette, derzeitige Ausstattung der Landkreishalle so vorhalten, dass das Konzept im Notfall jederzeit auch auf eine andere Liegenschaft übertragen werden kann“, betont Polta. Mietangebote, insbesondere für größere Objekte und Liegenschaften, können nach wie vor über ukrainehilfe@landkreis-heidenheim.de an den Landkreis gemacht werden.

So viele Ukrainer leben im Landkreis Heidenheim

Im Landkreis Heidenheim leben derzeit rund 830 Geflüchtete aus der Ukraine. Durch die große Solidarität und Unterstützung aus der Bevölkerung konnten bisher 580 Geflüchtete privat untergebracht werden. 247 wohnen derzeit in den Unterkünften des Landkreises.

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