Mit einem Workshop für Lehrer startete das medienpädagogische Projekt „Wir lesen“ der Heidenheimer Zeitung in eine neue Runde. Auch in diesem Schuljahr sollen wieder Kinder und Jugendliche von der Grundschule bis zu den weiterführenden Schulen Einblicke in das Thema Tageszeitung bekommen. Dafür bietet „ Wir lesen“ ein umfangreiches Angebot. Die Schulklassen bekommen während des Projektes täglich Zeitungen geliefert und zusätzlich gibt es jede Menge Begleitmaterial für Lehrer und Schüler. Dazu können sich die jungen Leser auch selbst als Nachwuchsreporter ausprobieren. So erwerben sie Medienkompetenz

Wer weiß, wie Medien richtig und sinnvoll genutzt werden, ist auch besser geschützt vor negative Erfahrungen, wie beispielsweise Cybermobbing.

In einem kurzen Impulsreferat gab Dr. Ruth Fest vom Deutschen Jugendinstitut München Einblick in dieses an Schulen weit verbreitete Problem. Neu sei dabei, dass die Täter-Opfer-Grenzen beim Cybermobbing viel mehr verschwimmen. Ihre Untersuchungen hätten gezeigt, das viele betroffene Jugendliche zugleich Opfer, als auch Täter seien. Für Lehrer werde es damit deutlich schwieriger, diese komplizierten Strukturen zu durchschauen und zu durchbrechen. Dr. Festl riet den Lehrern dazu ein gutes soziales Klima an ihren Schulen zu fördern. Ihre Forschungsergebnisse hätten gezeigt, dadurch die Häufigkeit von Cybermobbing positiv beeinflusst werde. Allerdings habe sie nicht eine Klasse gefunden, in der es nicht schon mal beleidigende und verletzende Attacken über WhatsApp und Co. gegeben habe.