Steinweiler / hz Leserbrief zum Artikel „Gehweg wird zur Kampfzone“.

Dorothee Torebko schrieb am 13. April in „Gehweg wird zur Kampfzone“ über die Not der Fußgänger.

Vorab, ich möchte niemandem irgendwelche Rechte absprechen, sondern bin für ein faires und umsichtiges Miteinander.

Doch zum Grund meiner Aufregung: Die im Artikel aufgeführte Studie der Allianz-Versicherung zeigt auf: Bezogen auf Unfälle pro zurückgelegte Kilometer verunglücken Fußgänger und Radfahrer am häufigsten.

Was für ein Schwachsinn, das in Korrelation zu setzen?

Bei der im Verhältnis zu anderen Verkehrsteilnehmern sehr viel niedrigen Kilometerleistung pro Zeiteinheit sind Unfälle der Langsameren logischerweise häufiger. Nach der Logik dieser Studie leben Käfer und Schnecken noch viel gefährlicher, erleben sie nicht mal einen ganzen Kilometer.

Und Raketen sind demnach das sicherste Transportmittel: seit fast 60 Jahren bemannter Raumfahrt wurden Milliarden Kilometer zurückgelegt, wobei nur 18 Todesopfer zu beklagen sind. Ein lächerlicher Vergleich, nicht wahr? Wer gibt solche Studien in Auftrag und wer bezieht sich unreflektiert darauf?

Herbert Heuberger, Steinweiler