Ein fußgängerfreundliches Stadtviertel mit Ringbus und direktem Zugang zu Brenz, Bahnhof und Brenzpark, das stellt sich der ökologische Verkehrsclub VCD Heidenheim für das ehemalige Schlachthofareal in der Heidenheimer Oststadt vor. „Derzeit läuft die Bürgerbeteiligung, daher bringen wir unsere Vorschläge in die öffentliche Diskussion ein“, sagt der Vorsitzende Sebastian Hyneck. Das Gebiet „Kurze Straße“ werde mit diesen für Kinder, Familien und ältere Menschen attraktiver.

Direkter Zugang zu Bahnhof, ZOB, DHBW

Auch weil das Stadtzentrum nur 500 Meter entfernt liegt, sollte das Viertel durchgehend fahrrad- und fußgängerfreundlich gestaltet werden, so der VCD. Ein direkter Zugang zu Bahnhof, ZOB und DHBW soll den Vorstellungen des VCD entsprechend über eine Verlängerung der Bahnhofs-Gleisunterführung über Brenz und B19 bis ins Schlachthofareal in Verlängerung der Meeboldstraße führen.

„Durch die Klimadebatte, die Unwirtlichkeit vieler Bereiche durch zunehmenden Autoverkehr und moderne Mobilitätsangebote gibt es in der Gesellschaft breiten Konsens über die Notwendigkeit von mehr umweltfreundlichem Verkehr. Nach den Planungen der Stadt würden mindestens 700 zusätzliche Autos täglich fahren, das ist einfach nicht mehr zeitgemäß“, sagt Hyneck. Damit würde der oftmals begangene Fehler wiederholt, zunächst zu bauen, also ein Ziel zu schaffen, und anschließend nach Lösungen für auftretende Verkehrsprobleme zu suchen. „Dann ist es jedoch zu spät für wirklich gute Lösungen“, so Hyneck.

Verkehrsprobleme bedenken

Deshalb fordert der VCD in seiner Stellungnahme im Rahmen der Bürgerbeteiligung, die in vollem Umfang unter http://heidenheim.vcd-bw.de zu finden ist, bereits von vornherein sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen. „Der dringend nötige Umbau in Heidenheim hin zu mehr Klima- und Umweltschutz im Verkehr könne hier beginnen“, sagt der VCD-Vorsitzende.

Der Verkehrsclub regt an, „moderne“ Wohnformen ohne Stellplätze im Gebäude zu erproben und ein weitgehend autofreies Quartier auszurufen. Der Verzicht auf eine Tiefgarage ermögliche eine massive Senkung der Baukosten, zumal der hohe Grundwasserspiegel angesichts der nahen Brenz aufwendige Abdichtungen erfordern würde. Eine Kombination aus Osterholz-Expressbus und einer Ringbuslinie solle eine schnelle, ernstzunehmende Alternative zum Privat-PKW bieten.

Kreuzung Seestraße/Kanalstraße attraktiv gestalten

Bereits jetzt sei die im Südwesten des Plangebietes liegende Kreuzung Seestraße/Kanalstraße durch Fußgänger und Radfahrer stark frequentiert. Damit die zu erwartenden neuen Nutzer der Einrichtungen im Plangebiet aus Richtung ZOH/Innenstadt ihr Ziel vorzugsweise zu Fuß und mit dem Fahrrad aufsuchen, ist aus Sicht des VCD eine attraktive Gestaltung der Kreuzung Seestraße/Kanalstraße mit größeren Aufstellflächen und längeren Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer erforderlich.

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